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Inland
Justiz

Jäger, der Leiche von Jürgen Conings im Wald fand, muss 2 Monate ins Gefängnis

Ein 67-jährige Jäger, der im Juni 2021 die Leiche des flüchtigen Soldaten Jürgen Conings gefunden hatte, ist vom Gericht in Tongeren zu zwei Monaten Gefängnis und mehreren Geldstrafen in Höhe von 2.000 Euro verurteilt worden. Der Mann hatte die Leiche gefilmt und diese Bilder unbeabsichtigt der deutschen Bild-Zeitung zur Verfügung gestellt, die sie  veröffentlichte, wodurch der Seelenfrieden von Conings' trauernder Familie gestört wurde, wie der Richter urteilte.

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Kehren wir für einen Moment in den Sommer 2021 zurück. Nach der Affäre Conings, ein Soldat, der die Leopoldsburg-Kaserne mit schweren Waffen verlassen und mehrere Politiker und Virologen bedroht hatte, fand ein Jäger die Leiche des gesuchten Soldaten. Er filmte die Leiche und schickte das Filmmaterial auch an die Familie von Conings.

Einige Journalisten erfuhren davon, darunter ein Journalist der deutschen Bild-Zeitung. Mit diesem Journalisten vereinbarte der Jäger, dass er ihm das Filmmaterial nach der Beerdigung und nur mit Erlaubnis der Familie zur Verfügung stellen würde.

Er erlaubte dem Journalisten aber, seine E-Mail-Adresse in seinem Mobiltelefon zu speichern, doch dieser nutzte diesen Moment, um die Bilder an sich selbst zu mailen und zu veröffentlichen. Der Jäger wurde daher nicht wegen der Verbreitung der Bilder strafrechtlich verfolgt, sondern weil sie die Angehörigen geschädigt haben.

Verbotener Waffenbesitz

Da die Ermittler ein gestohlenes FN P90-Maschinengewehr nicht sofort in der Nähe von Conings' Leiche fanden, durchsuchten sie das Haus des Jägers. Dort fanden sie einen Haufen Munition und einige umgebaute Waffen. Diese Umbauten verstießen gegen die Waffengesetze. Dafür muss der Jäger nun eine Geldstrafe von 2.400 Euro zahlen.

Das Gericht sprach den Mann jedoch vom Vorwurf der Aggression im Straßenverkehr und der Bedrohung von vier Männern im Jahr 2020 frei. Damals überholte er einen Abschleppwagen, der mit eingeschaltetem Fernlicht fuhr. Daraufhin soll der Jäger den Abschleppwagen mit Steinen beworfen haben. Der Fahrer des Abschleppwagens verfolgte ihn durch den Wald und trommelte dazu drei Freunde herbei. An der Hütte seines Jägers kam es zu einer Auseinandersetzung. Dabei zückte der Jäger eine Spielzeugwaffe und drohte, sie zu benutzen.

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