Etwa 80 belgische Staatsbürger und deren Angehörige oder andere Rechthabende konnten den Gazastreifen verlassen, wie Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) mitteilte. Sie konnten über den Grenzübergang Rafah (Foto) nach Ägypten ausreisen, wo ihnen von konsularischem Personal aus Belgien weiterhilft.
Die Ausreise der Betroffenen fand in etwa zu dem Zeitpunkt statt, an dem sich Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) auf den Weg zu einer Mission im Nahen Osten machte. De Croo reiste am Mittwoch gemeinsam mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sanchez (PSOE) nach Israel und Palästina (siehe nebenstehenden Bericht).
Vor einiger Zeit konnten bereits rund 30 Belgier und Rechthabende Gaza verlassen, wie Hubert Cooreman, Leiter der Nahost-Abteilung im belgischen Außenministerium noch am Montag im Parlament. Insgesamt sollen sich etwa 330 Betroffene im Konfliktgebiet aufhalten oder aufgehalten haben, so Cooreman gegenüber den Abgeordneten.
Damit Ausländer das Konfliktgebiet verlassen dürfen, müssen entsprechende Namenslisten den israelischen und den ägyptischen Behörden geliefert werden. Darauf sind derzeit offenbar noch 298 Namen von Belgiern und/oder deren Angehörigen vermeldet, von denen inzwischen wohl 130 aus Gaza ausgereist sind.
Man hofft jetzt, dass die restlichen Personen Gaza im Zuge der anstehenden humanitären Feuerpause ausreisen können, so VRT-Korrespondent Rudy Vranckx dazu am Mittwochabend in den TV-Nachrichten.

