Durch das anhaltend nasse Wetter und die Überschwemmungen bleibt das Gemüse in Westflandern erst einmal im Boden, denn es ist unmöglich, sie angesichts der enormen Feuchtigkeit zu ernten. Die Provinz Westflandern ist ein wichtiges agrarisches Gebiet, aus dem viel Gemüse an die verarbeitende Lebensmittelindustrie geliefert wird.
Die Gemüseernte in den Hochwassergebieten in Westflandern fällt quasi aus
Zahlreiche Unternehmen, die das Gemüse, das in Westflandern angebaut und geerntet wird, verarbeiten, haben sich überdies gerade hier niedergelassen. Normalerweise wäre jetzt im November in dieser Gegend Ernte, doch die Traktoren und die landwirtschaftlichen Maschinen können die teilweise überfluteten oder zumindest triefnassen Felder nicht befahren.
Das bedeutet, dass die Ernte in der Erde bleibt und zu verrotten droht. Das ist vor allem aktuell der Fall bei Möhren, Sellerie und Porree.
Wochenlang hat es hier geregnet und schon im Oktober kamen dramatische Berichte über den Zustand der Kartoffelfelder.
Seinerzeit war aber noch nicht von den enormen Niederschlägen, die dazu führten, dass es vor allem in der Westhoek im äußersten Westen der Provinz, zu weitreichenden Überschwemmungen von landwirtschaftlichem Gebiet und der dazu gehörenden Ortschaften kommen würde.
Inzwischen hat die verarbeitende Lebensmittelindustrie aus der Region auf Gemüse aus dem Ausland zurückgegriffen und einige Firmen mussten ihre Produktion drosseln.
Ob sich dies letztendlich auf die Preise für Gemüse bzw. für Fertig- oder Tiefkühlprodukte im hiesigen Lebensmittelhandel auswirkt, ist noch nicht deutlich. Auch andere Faktoren bestimmen hier die Preise, wie z.B. die Energie. Doch es ist nicht erst seit gestern ein bekanntes Phänomen, dass sich die schlechten Ernten auch hierzulande häufen…

