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Die Gewerkschaften sprechen von einem "gelungenen Bahnstreik"

Die Gewerkschaftsfront bei der belgischen Eisenbahn ist zufrieden mit dem ersten von zwei 48-Stunden-Streiks. Laut dem Vorsitzenden der sozialistischen Eisenbahnergewerkschaft ACOD Spoor, Günther Blauwens, fahren zum einen nicht alle Züge und zum anderen wird auch in den Werkstätten und in den Ausbesserungswerken die Arbeit niedergelegt. 

Andreas Kockartz
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Der Streik der belgischen Eisenbahnergewerkschaften - ACOD Spoor, ACV Transcom (christlich) und ACLVB (liberal) – begann am Dienstag um 22 Uhr und endet am Donnerstag um 22 Uhr. Von Dienstag, den 5. bis Donnerstag, den 7. Dezember, jeweils 22 Uhr, folgt ein zweiter 48-Stunden-Streik. 

Den Gewerkschaften stößt vor allem übel auf, dass die Schaffner nur noch 10 Minuten statt 20 Minuten Zeit bekommen, ihren jeweiligen Zug vorzubereiten. Laut Blauwens „erhöht der Personalmangel den Arbeitsdruck. Es fehlt mehr denn je an Stabilität bei der Bahn.“

Ein weiterer Punkt, der den Streik auslöst, ist, dass sich die Zahl der Direktorenposten bei der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB und ihren Geschäftsbereichen seit 2017 auf rund 700 Kaderleute quasi verdoppelt hat. Dass jetzt überall gespart werden soll, nur nicht hier, verärgert die Gewerkschaften in höchstem Maße, denn vor allem bei den Lokführern und bei den Schaffnern fehlt Personal und folglich wird der Arbeitsdruck erhöht.

„Die Bahn soll da sparen, wo es möglich ist und nicht beim fahrenden Personal, das Tag für Tag sein Bestes gibt“, sagte eine Zugbegleiterin gegenüber VRT NWS, die allerdings nicht mitstreikte. ACOD Spoor-Gewerkschaftsführer Günther Blauwens bringt es auf den Punkt: „Wir hatten noch nie so viele Reisende. Wir hatten noch nie so viele Manager. Wir hatten noch nie so wenig Personal.“ 

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