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Nach dem Sturm in Belgien: Der Bahnverkehr läuft wieder normal – Zahllose Einsätze der Rettungskräfte

Nach dem das Orkantief „Ciarán“ Belgien am Freitagmorgen verlassen hat, verlief der morgendliche Berufsverkehr auf der Schiene wieder mehr oder weniger normal. Die Rettungsdienste landauf, landab absolvierten tausende Einsätze, wie am Tag nach dem Sturm bilanziert werden kann.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Sturm „Ciarán“ sorgte fast überall in Belgien für Schäden und auch für zwei Todesopfer (siehe nebenstehenden Beitrag). Alles in allem verlief das Ganze aber eher glimpflich. Für die größten Probleme sorgten umgestürzte oder entwurzelte Bäume sowie abgebrochene und herumfliegende Äste. 

Davon betroffen waren der Straßen- und der Bahnverkehr und auch Gebäude und Autos, auf denen Bäume oder Äste landeten. Es wurden abgedeckte Dächer ebenso registriert, wie unter dem Druck des Orkans zusammengebrochene Mauern. In Ath (Hennegau) wurde das Dach einer Kirche zerstört.

In allen Landesteilen Belgiens zusammen summierte sich die Zahl der Notrufe auf fast 6.000, wie verschiedene Medien in Erfahrung bringen konnten. Inzwischen sind alle durch Bäume unterbrochenen Stromleitungen wieder repariert und auch bei der Bahn läuft es wieder.  

Bei der Bahn rollt es wieder

Am Donnerstag war der Schienenverkehr in Belgien erheblich gestört. Schon im Vorfeld hatte die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB angekündigt, dass zwischen Brügge und Ostende und auch auf anderen Strecken in Westflandern am Donnerstag keine Züge fahren würden. Im Laufe des Tages aber sorgte Sturm „Ciarán“ auch für unterbrochene Oberleitungen, sodass auch andere Strecken im Landesinneren zeitweise nicht befahren werden konnten.

Am Freitag teilte Infrabel, der Infrastruktur- und Netzbetreiber der Bahn, mit, dass in der Nacht alle Schäden beseitigt bzw. repariert werden konnten und dass der Bahnverkehr wieder fast ungestört aufgenommen werden könnte. Dazu gehört auch, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Bahnstrecken aufgehoben wurden und dass die Züge wieder in normalem Tempo fahrplangemäß unterwegs sind.

Allerdings fahren einige Züge aus Richtung Hennegau nach Frankreich, wie z.B. aus Tournai, auch am Freitag noch nicht. Die französische Bahn SNCF gibt den Verkehr auf einigen Strecken, z.B. nach Lille, erst ab 16 Uhr am Freitag frei. Die Eurostar-Züge aus Richtung Brüssel nach Lille, Paris und London fahren allerdings wieder.  

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