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Anfang Januar schließt die Königliche Bibliothek in Brüssel für die Dauer von fast einem Jahr

Am 8. Januar 2024 schließt die Königliche Bibliothek von Belgien (KBR) in Brüssel für die Dauer fast eines Jahres wegen umfangreicher Umbau- und Restaurierungsarbeiten. Ende des kommenden Jahres wird das Haus mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen wieder geöffnet. Wer Zeit und Muße hat, sollte also noch schnellstens in die Bibliothek gehen, um sich die dort aufbewahrten Artefakte anzusehen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Verantwortlichen der Königlichen Bibliothek von Belgien am Kunstberg in Brüssel deuteten an, dass es bei der Neueröffnung „neue Erlebnisse“ geben wird, wie z.B. Konzerte mit polyphonischer also mehrstimmiger Musik aus dem 15. und 16. Jahrhundert, deren Texte und Noten im Hause aufbewahrt werden. Diese Konzerte finden dann in der dem KBR unmittelbar angeschlossenen Nassau-Kapelle statt.  

In dieser Hinsicht wird das Haus in Zukunft eng mit der Almire Foundation zusammenarbeiten. Das ist ein internationales Forschungszentrum für Musik aus den „Niederen Landen“, also aus Flandern und den Niederlanden. 

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die KBR ist keine gewöhnliche Bibliothek, in der man Bücher oder Dokumente ausleihen oder einsehen kann, sondern sie ist eine „Bewahr-Bibliothek“ und ein Museum, in dem kostbare Handschriften aufbewahrt und ausgestellt werden.

Um die teilweise auf sehr altem und fragilen Papier gedruckten, verfassten oder gezeichneten Dokumente vor allzu viel Licht zu schützen, werden sie etwa alle zwei Monate durch andere Artefakte ersetzt.

Die Königliche Bibliothek von Belgien besitzt u.a. rund 300 einmalige Handschriften aus der Sammlung der Herzöge von Burgund, worunter sich viele Noten und Texte polyphonischer Musik befinden…

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die KBR ist im Grunde die nationale wissenschaftliche Bibliothek unseres Landes. Hier werden alle belgischen Veröffentlichungen gesammelt, aufbewahrt, ausgewertet, analysiert und studiert. Diese Sammlung stellt einen gewichtigen Bereich des kulturellen und historischen Kulturerbes unseres Landes dar. 

Bis zur zeitweiligen Schließung gibt es in der KBR aber noch einiges zu entdecken. Aktuell werden dort anlässlich des Erscheinens des Buchs „Die Reimbibel von Jacob van Maerland: Die älteste illustrierte Handschrift in Niederländisch“ originale Schriften des Autoren, historische Bibeln, Geschichten und Miniaturen aus dem Mittelalter und aus der Renaissance gezeigt. Dazu gehört auch der „Spiegel historiael“, ein weiteres reichlich illustriertes Werk von Jacob van Maerland - in Mittelniederländisch verfasst – das dort ausgestellt wird.

Königliche Bibliothek von Belgien, Kunstberg 28, 1000 Bruxelles. Info: www.kbr.be

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