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Tausende Anrufe bei Notdiensten - Schwere Sturmschäden blieben aus - Zwei Tote in Gent, darunter eine Frau aus Deutschland

Die Notdienste in Flandern und in der Brüsseler Region wurden am Donnerstag hunderte Male wegen Sturmschäden angerufen. Am späten Donnerstagvormittag wurden bereits mehr als 1.000 Notrufe registriert. Die meisten Anrufe kamen aus West- und Ostflandern. Bis zum Abend summierte sich die Zahl der Notrufe auf fast 6.000 in ganz Belgien. Im Citadelpark in Gent aber kam eine 64 Jahre alte Deutsche ums Leben und eine zweite Person wurde schwer verletzt. Ebenfalls in Gent starb ein 5 Jahre altes Kind im Sturm. Einige Kurzmeldungen und Fotos zum Sturm „Ciarán“. 

Andreas Kockartz
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Im Citadelpark stürzte ein Baum auf Spaziergänger. Dabei kam nach Polizeiangaben eine Person ums Leben und eine zweite Person erlitt einen Beinbruch. Später teilte die Polizei mit, dass die Betroffenen eine Familie aus Deutschland sind, die hier zu Gast waren. Bei der Toten handelt es sich um eine 64 Jahre alte Frau und bei der Verletzten um deren Tochter, die schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Ehemann der Toten blieb unverletzt.

Ebenfalls in Gent kam ein 5 Jahre altes Kind aus einer Spielplatzgruppe ums Leben, als es von einem herabfallenden Ast getroffen wurde. Das zunächst schwer verletzte Kind, ein ukrainisches Flüchtlingskind, kam in ein Krankenhaus, wo es seinen schweren Verletzungen erlag. Drei weitere Kinder wurden leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. 

Der Park war wegen seiner zahlreichen Eingänge trotz Sturmwarnung nicht abgesperrt. Die Polizei appellierte einmal mehr, Parks und Wälder vorerst noch zu meiden. In Löwen und in Deurne wurden zwei weitere Personen durch umstürzende Bäume oder herabstürzende Gegenstände verletzt. 

Im Hafen von Ostende legen zahlreiche Hochseefrachter an, die derzeit weder durch die Schelde nach Antwerpen oder Gent fahren können, noch im Hafen von Zeebrügge unterkommen können, da dort die Schifffahrt ebenfalls ausgesetzt wurde. Auslaufen können Schiffe in Ostende derzeit aber nicht. Grund dafür ist der vor allem rund um Zeebrûgge besonders heftig wütende Sturm, der dort mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 112 km/h unterwegs war

Am häufigsten wurde die Feuerwehr wegen umgewehten Bäumen, abgebrochenen Ästen und abgedeckten Dächern angerufen. Doch schwere Schäden richtete der Sturm „Ciarán“ glücklicherweise nicht an. Zumeist betrafen die Anrufe umgewehte Bäume aber auch umgestürzte Bauzäune oder Absperrgitter sowie Verkehrsbeschilderung rund um Baustellen sorgten für Probleme. Nicht zuletzt sorgten herumfliegende Gegenstände, wie Gartenmöbel vereinzelt für Schäden.

In der Provinz Westflandern waren 13 Teams aus Feuerwehren und anderen Hilfsdiensten unterwegs. In der Provinz Antwerpen wurden mehrere Autos durch umgestürzte Bäume beschädigt. In Mechelen deckte der Sturm ein Dach einer Werkstatt eines Handwerksunternehmens ab. Im Distrikt Deurne wurde ein Mann schwer verletzt, als eine Mauer unter der starken Windgeschwindigkeit zusammenbrach.

In der Region Brüssel-Hauptstadt war die Feuerwehr ebenfalls unterwegs, um Baumschäden zu beseitigen. Sie wurde dabei von Freiwilligen des Roten Kreuzes unterstützt. Nicht anders ging es in der Provinz Limburg zu.

Nach mehreren Unfällen durch starke Windböen ruft das Flämische Verkehrszentrum dazu auf, die Fahrweise den Wetterumständen anzupassen. Nicht selten landen abgebrochene Bäume und Äste auch auf Schell- und Landstraßen.

In der Wallonie sorgten umgeknickte Bäume u.a. entlang der Autobahn E19 zwischen Mons und Brüssel in der Provinz Hennegau für Probleme. In dieser Provinz waren 28 Städte und Gemeinden von Sturmschäden betroffen, wie unsere Kollegen von der RTBF melden. In Maffle bei Ath deckte der Sturm Teile des Daches der Kirche ab und mehrere Bäume wurden entwurzelt.

Im Allgemeinen sorgten in den wallonischen Provinzen vor allem entwurzelte oder abgebrochene Bäume und Äste für Probleme und hier vor allem im Straßenverkehr. Im deutschsprachigen Ostbelgien meldete der Rundfunk BRF etwa 40 Feuerwehreinsätze. Die meisten Einsätze verzeichnete das Eupener Land, wo mehrmals Schäden durch Äste und Bäume entstanden, z.B. an Stromleitungen. 

Bellegem
Oostduinkerke
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Irgendwo in Flandern
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Waasmunster
Gavers
Park Hernieuwenbrug
Ledeberg
Irgendwo in Flandern

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