Die Bundesstaatsanwaltschaft fordert die Internierung des belgischen Ex-Militärs, der in Norwegen festgenommen wurde, weil er Premierminister Alexander De Croo bedroht haben soll. Der Mann aus Leopoldsburg hatte am 7. Juli ein Video in den sozialen Medien veröffentlicht, in dem er vier Kugeln auf ein Bild des belgischen Regierungschefs abfeuerte. Der Mann hielt sich in Norwegen auf, wo er noch am selben Tag in der Hauptstadt Oslo verhaftet wurde.
Staatsanwaltschaft fordert Internierung des Ex-Militärs, der Premierminister De Croo bedroht hat
Die Bundesanwaltschaft will den belgischen Ex-Militär internieren lassen, der Premierminister Alexander De Croo bedroht haben soll. Der Mann aus Leopoldsburg (Provinz Limburg) hatte am Freitag, dem 7. Juli 2023, ein Video ins Internet gestellt, in dem er vier Schüsse auf ein Bild von De Croo abfeuerte. Die föderale Staatsanwaltschaft stellte einen auf Terrorismus spezialisierten Ermittlungsrichter an.
Der Mann war einen Monat zuvor aus der Armee entlassen worden war und der Staatssicherheit wegen seiner Verbindungen zu einer kriminellen Motorradgang bekannt. Der Mann soll auch rechtsextremen Ideen anhängen und schwere psychische Probleme haben. Er selbst meldete sich aus Norwegen, wo er am selben Tag in einem Einkaufszentrum in der Hauptstadt Oslo verhaftet wurde. Bei einer Durchsuchung wurden keine Waffen, Munition oder Sprengstoff gefunden.
Vorbereitung einer terroristischen Straftat
Nach seiner Auslieferung Ende Juli wurde der Verdächtige wegen Vorbereitung und Androhung einer terroristischen Straftat festgenommen. Bis heute wurde dieser Haftbefehl jedes Mal verlängert. Inzwischen sind die gerichtlichen Ermittlungen abgeschlossen und die Bundesanwaltschaft beantragt die Inhaftierung des Mannes.
Der Verteidigung des Mannes zufolge hatte er nie die Absicht, Premierminister De Croo oder eine andere Person anzugreifen. Das Video sei lediglich ein Ausdruck seiner Frustration gewesen.

