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Inland
Justiz

Ehemaliger Soldat bedroht Premierminister De Croo in einem Video in den sozialen Medien

Die Ermittlungen zu den Drohungen gegen Belgiens Premierminister De Croo (Open VLD, flämische Liberale, Foto) wurden von der Bundesstaatsanwaltschaft übernommen. Ein ehemaliger Militärangehöriger hat heute Morgen ein Video veröffentlicht, in dem er auf ein Bild von De Croo schießt. Es ist noch nicht klar, ob es sich um eine echte Waffe handelt oder nicht.

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Die Ermittlungen zu den Drohungen gegen Premierminister De Croo wurden ursprünglich von der Staatsanwaltschaft Limburg eingeleitet, sind aber inzwischen von der Bundesstaatsanwaltschaft übernommen worden.

Nach unseren Informationen geht es um ein Video, das in den sozialen Medien kursiert. Darin ist ein Mann zu sehen, der mit einer Waffe auf ein an einem Baum hängendes Bild von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) schießt. Das letzte Bild des Videos zeigt das Foto mit einigen Löchern. Ob es sich dabei wirklich um eine echte Waffe handelt, ist nicht klar. In einem weiteren Video sagt der Mann, er sei in Norwegen und verstecke sich vor der Armee. In dem Video spricht er von "einem hohen Offizier, der das Kommando übernehmen wird" und von "Signalen durch Musik". 

Es handelt sich bei dem Mann in dem Video um einen ehemaligen Militärangehörigen. Auf seinen sozialen Medien gibt es auch jede Menge Fotos und Videos, die zeigen, dass er sechs Jahre in der Armee verbracht haben soll - bis letzte Woche. Er postet auch, dass er keinen Zugang mehr zu geheimen Dokumenten hatte, weil er in einer Motorradgang war und dort angeblich Verbrechen begangen hat. So soll er beispielsweise an einer Aktion beteiligt gewesen sein, bei der ein Garagenbesitzer mit Sprengstoff eingeschüchtert wurde.

In seinen sozialen Medien bezieht der Mann sich auch mehrfach auf Varg Vikernes, der in den 1990er Jahren wegen Mordes und Brandstiftung verurteilt wurde. Im Jahr 2013 - als er wieder auf freiem Fuß war - wurde er von der französischen Polizei wegen "Planung eines groß angelegten Anschlags" verhaftet. 

Justizquellen bestätigen, dass derzeit mehreren Hinweisen nachgegangen wird. Unter anderem gibt es eine große Polizeipräsenz vor dem Haus des Ex-Soldaten in Leopoldsburg (Video, unten). Er konnte noch nicht verhaftet werden, und es ist nicht sicher, ob er sich tatsächlich zu Hause aufhält.

Im Büro des Premierministers will man sich vorerst nicht äußern.

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