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Inland
Politik

45 Beschäftigte von Vooruit unterstützen ihre Partei in einem offenen Brief: Das geht zu weit

Fünfundvierzig Beschäftigte bei der Partei der flämischen Sozialdemokraten von Vooruit haben einen offenen Brief unterzeichnet, um ihre Partei zu unterstützen. Sie reagieren damit auf Berichte über eine zusätzliche Abfindung für eine ehemalige Mitarbeiterin nach einem Fall von sexuell übergriffigem Verhalten eines Kollegen.

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

In ihrem offenen Brief sprechen die Vooruit-Beschäftigten von einer "tendenziösen und realitätsfernen Darstellung unserer Organisation. Wir erkennen uns in den Berichten nicht wieder", heißt es darin. Er bezieht sich auf die Vereinbarung zwischen der Partei und der ehemaligen Mitarbeiterin. "Ist dann jede gütliche Einigung ein Schuldeingeständnis? Ist jede Abfindung Schweigegeld?"  

Nach Angaben eines Unterzeichners wurde der offene Brief auf seine eigene Initiative hin verfasst und fand "breite Unterstützung". "Wir fühlen uns sicher. Und wäre das nicht der Fall, hätten wir von uns hören lassen." 

Die Beschäftigten wollen sich nicht zu den Personalakten ehemaliger Mitarbeiter äußern, betonen aber, dass Probleme mit übergriffigem Verhalten innerhalb der Partei bei einer Vertrauensperson und bei der externen Präventionsstelle angesprochen werden können.  

Besonders enttäuscht sind die Vooruit-Beschäftigten von der Medienberichterstattung: "Die Klicks, die Likes, der Blödsinn auf Twitter, die Memes (…). Wir wissen inzwischen, wie so etwas läuft.”  

Auch einige Parteivorsitzende haben auf die Berichterstattung reagiert und diese widerlegt. 

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