Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Kostenlose Zeitung Metro ist Geschichte. Heute erschien sie in gedruckter Form zum letzten Mal

Am Freitag, dem 27. Oktober, geht eine Ära zu Ende. Heute ist die Gratiszeitung Metro zum allerletzten Mal in gedruckter Form in Bahnhöfen, Metrostationen und einigen anderen von Pendlern genutzten Orten erhältlich. Die Zeitung wurde vor 23 Jahren in Belgien in einer niederländischen und französischen Version eingeführt. Seitdem ist sie zur täglichen Lektüre für Tausende von Pendlern auf dem Weg zur Arbeit geworden.

Veröffentlicht:

Der Einbruch der Werbeeinnahmen hat die Verlagsgruppe Rossel gezwungen, die Zeitung einzustellen. Die belgische Website von Metro wird noch bis Anfang nächsten Jahres weitergeführt. Für viele Pendler gehörte es zur täglichen Routine, eine Ausgabe der Metro in die Hand zu nehmen, bevor sie in den Zug stiegen. Ab morgen wird dies der Vergangenheit angehören. Die Papierversion der kostenlosen Zeitung wird dann nicht mehr angeboten.

VRT NWS fragte Bahnpendler, was sie vom Ende der gedruckten Version der Metro-Zeitung halten. "Es ist schöner, sie auf Papier zu lesen. Ich werde sie vermissen", sagte ein Pendler. "Es ist eine kleine Zeitung mit kurzen Artikeln. Man erfährt schnell das Wichtigste und gleichzeitig enthält sie auch viele lustige Dinge", fand ein anderer Metro-Leser. Fast alle, die wir gefragt haben, fanden es schade, dass die Gratiszeitung eingestellt wird.

Olivier De Raeymaeker ist der Geschäftsführer des Rossel-Verlags, der die Metro herausgibt: "Es geht nicht um die Leserschaft. Nach den neuesten Zahlen lesen täglich 770.000 Menschen Metro. Das Problem ist der Werbemarkt. Werbung ist die einzige Einnahmequelle von Metro, und die Werbeeinnahmen reichen nicht mehr aus, um das Unternehmen rentabel zu machen."

De Raeymaeker fügte hinzu, dass Metro vor der Corona-Pandemie sehr profitabel war: "In manchen Jahren mehr als in anderen, aber COVID hatte einen großen Einfluss auf den Anzeigenmarkt und die Leserschaft. Die Tatsache, dass mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten, hat sich auch negativ für uns ausgewirkt. Wir hatten gute Hoffnungen für 2022, aber der gesamte Werbemarkt hat weiterhin zu kämpfen.“

Kiss & Ride

Eine der beliebtesten Rubriken der Metro ist zweifelsohne "Kiss & Ride". "Das habe ich immer gerne gelesen", sagte einer der Pendler, mit denen wir heute Morgen gesprochen haben. In dieser Rubrik können sich die Leser gegenseitig Nachrichten hinterlassen. Metro selbst beschreibt es als "eine Art Tinder avant la lettre".

"Es gibt sehr schöne Geschichten über 'Kiss & Ride'. Normalerweise kennen wir die Details nicht, aber es hat sicherlich eine Rolle in den Beziehungen der Menschen gespielt. Wir wissen, dass die Rubrik gut gelesen wurde. Sie war ein wichtiger Teil der Metro", so De Raeyamaeker noch.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5