Diese Woche ist die letzte Woche, in der in den Bahnhöfen oder in anderen Standorten im belgischen ÖPNV die kostenlose Zeitung „Metro“ zu finden ist. Am Freitag erscheint die letzte Ausgabe. Die Verlagsgruppe Rossel, die „Metro“ herausbringt, begründet dies damit, dass das Blatt nicht mehr rentabel ist.
Die Gratiszeitung "Metro" für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in Belgien wird eingestellt
Die Verlagsgruppe Rossel, die „Metro“ Ende 2022 von der Mediahuis-Gruppe übernommen hatte, gibt am Montag in einer Pressemitteilung bekannt, dass sich das Blatt seit der Coronakrise nicht mehr rentiert.
„Die verschiedenen Phasen der Lockdowns und das Arbeiten im Homeoffice haben einen strukturellen Impakt auf das Businessmodell von ‚Metro‘, deren Vertrieb hauptsächlich auf den öffentlichen Verkehrsmitteln, in den Universitäten und auf die Bereitstellung in Unternehmen basierte“, so Rossel.
Trotz eines 2022 erneuerten Profils reagierte der Werbemarkt offenbar nicht mehr auf das durch die Leser zu erreichende Publikumspotential, so Rossel weiter: „Trotz der Anstrengungen der gesamten Redaktion, konnten die Werbungen, die einzige Einnahme von ‚Metro‘, die Kosten nicht mehr strukturell einspielen.“
Leider habe die Analyse der kostenlosen Pressetitel im In- und Ausland keine Perspektiven bieten können. Das bedeutet, dass beide Ausgaben von Metro, die niederländische und die frankophone, am kommenden Freitag zum letzten Mal erscheinen.
Die Online-Version von Metro bleibt in beiden Sprachversionen noch bis zum 15. Januar 2014 bestehen, doch dann ist damit auch Schluss, genauso, wie mit der von Rossel herausgegebenen niederländischsprachigen Newswebseite zita.be.
