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Das CCN-Gebäude steht heute schon fast leer
Inland
Wirtschaft

Das CCN-Gebäude am Nord-Bahnhof wird abgerissen und das Viertel neugestaltet - Der alte Bahnhof wird wieder sichtbar

Wenn das Kommunikationszentrum Nord (CCN), dass direkt an den Brüsseler Nord-Bahnhof angebaut wurde, abgerissen und neugestaltet wird, dann wird die Fassade des historischen Nord-Bahnhofs wieder zum Vorschein kommen und in seiner Ehre wieder hergestellt. An der Stelle des CCN sollen vier neue Türme entstehen und das gesamte Umfeld des Bahnhofs wird umgestaltet.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Immobilienunternehmen Atenor und AG-Real Estate haben entsprechende Abriss- (bereits gewährt) und Bauanträge gestellt, so die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu und ein Konsortium aus den Architektenbüros Architectes Assoc+, TVK und Multiple legte erste Pläne vor.

Inzwischen haben erste Abrissarbeiten begonnen. Das Besondere daran ist, dass die Bauherren die Fassade des Nordbahnhofs, der von den Architekten Paul und Jacques Saintenoy entworfen und 1952 eröffnet wurde, wieder freilegen und damit quasi von allen Seiten wieder sichtbar machen.

Die Neugestaltung des Umfeldes des CCN sorgt dafür, dass der Bahnhof wieder aus Richtung des Simon Bolivar-Platzes sichtbar wird.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die Büros in den hochgelegenen Räumen des CCN sind leer und warten auf den Abriss

Mehr Bürofläche

Trotzdem werden die noch zu bauenden vier Türme auf dem Fundament des CCN-Gebäudes mehr Bürofläche vorsehen, als bisher: 92.000 m² Bürofläche statt bisher 79.000 m² und die Fläche für Einzelhandel und Gastronomie soll sich von bisher 3.200 m² auf 8.000 m² erhöhen.

Und die Pläne sehen einen weiteren Turm mit 80 m Höhe auf dem Nordplatz vor und es sollen bis zu 50.000 m² neue Wohnungen hinzukommen. Hier soll auch ein neuer Bushof für die Nahverkehrsbetriebe MIVB/STIB aus Brüssel und De Lijn aus Flandern entstehen, der an die Vooruitgangstraat grenzen soll.

Das ganze Vorhaben wird aber keine Sache für sofort sein. Zwar erfolgen bereits erste Abbrucharbeiten und aus den CCN sind längst alle Büros sowie die Gastronomie- und die Einzelhandelsunternehmen ausgezogen, doch die Bauanträge selbst liegen noch bei der Verwaltung der Region Brüssel-Hauptstadt. Vor 2023 wird sich im Wesentlichen dort nicht viel tun.  

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter)

Der Nordbahnhof aus Richtung Rogier-Platz
Auch der Vorplatz soll umgestaltet werden

Ganz in der Nähe: Projekt für die neuen Proximus-Türme vorgelegt

Inzwischen hat der Projektentwickler Immobel auch einen Antrag auf Baugenehmigung eingereicht, um den Proximus-Türmen eine neue Bestimmung zu geben. Ziel ist, einen der beiden Türme weiter als Büroturm zu nutzen und den anderen zu einem Wohnturm umzufunktionieren, in dem 300 Wohnungen und 93 Studentenbuden eingerichtet werden sollen. Auch diese Planungen gehören zur Vision zur Neubelebung des Brüsseler Nordviertels.

Die neuen Pläne sehen vor, dass die Basis der beiden Türme nach hinten verlagert wird. Dadurch können rund 2.250 m² mehr Raum geschaffen werden. Parterre sollen hier Räume zur öffentlichen Nutzung geschaffen werden (Gastronomie, Einzelhandel, Behörden) und es soll Platz für Sporteinrichtungen geben, sowie zusätzliche Grünflächen (Fotos unten). 

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