Das geplante Schlichtungsgespräch zwischen der Geschäftsführung der belgischen Staatsbahn NMBS/SNCB und den Gewerkschaften verlief ergebnislos. Das bedeutet, dass der angekündigte doppelte 48-Stunden-Streik im November und Dezember, mit dem die Gewerkschaften gedroht hatten, tatsächlich stattfinden wird.
Bahnstreiks im November und Dezember finden statt: Schlichtungsgespräch gescheitert
Das Personal der Bahn wird von Dienstag, dem 7. November, 22 Uhr, bis Donnerstag, dem 9. November, 22 Uhr, streiken. Etwa einen Monat später soll ein zweiter Streik folgen, und zwar von Dienstagabend, dem 5. Dezember, bis Donnerstag, dem 7. Dezember, 22 Uhr. Dies wurde von den Gewerkschaften bestätigt, nachdem ein Schlichtungsgespräch mit der Geschäftsleitung ergebnislos verlaufen ist.
Grund für den Streik ist die Frustration des Personals über die Umstrukturierungen und "Produktivitätsmaßnahmen", die die Unternehmensleitung durchführen will. "Sie wollen zum Beispiel fast 250 Mitarbeiter weniger in den Bahnhöfen einsetzen", sagte der Gewerkschaftssekretär Günther Blauwens (ACOD spoor, sozialistische Bahngewerkschaft) gestern gegenüber Reportern. "Das bedeutet noch weniger Service für Fahrgäste und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Ich bin seit 30 Jahren bei der Bahn, aber das ist einfach unerhört".
Blauwens sagte, das Personal wolle jetzt erst einmal Stabilität, damit die Mitarbeiter die neuen Prozesse in den Griff bekommen. Denn auch die Bahnmitarbeiter sehen die Probleme mit verkürzten Zügen oder Verspätungen mit Sorge, heißt es. "Aber das wird nicht verstanden. Deshalb sind wir gezwungen, zweimal 48 Stunden lang zu streiken."

