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Belgiens Eisenbahnergewerkschaften drohen mit zwei Streiks

Der belgischen Eisenbahn drohen erneut Streiks. Die Gewerkschaften kündigen gleich zwei 48-Stunden-Streiks an und zwar schon Anfang November und dann noch einmal Anfang Dezember. Die Eisenbahnergewerkschaften bemängeln im Allgemeinen die langsame Entwicklung bei der NMBS/SNCB und die mangelnde Reformbereitschaft der Bahn. 

Andreas Kockartz
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Der erste Streik soll vom 7. bis zum 9. November (Dienstagabend, 22 Uhr bis Donnerstagabend, 22 Uhr) dauern und der zweite Streik folgt zwischen dem 5. und dem 7. Dezember (Dienstagabend, 22 Uhr bis Donnerstagabend, 22 Uhr). Grund für diese Streikandrohungen sind die Unzufriedenheit der Eisenbahner über ihre Arbeitslage und über den Gang der Dinge bei den laufenden Reformen. Die Gewerkschaften bemängeln, wie übrigens auch die belgischen Fahrgastverbände, dass zu viele Züge unpünktlich sind und dass zu viele Reisezüge in einer viel zu kurzen Zusammenstellung unterwegs sind.

Hinzu kommen noch der weiterhin akute Personalmangel und die Konfrontation mit neuen digitalen Anwendungen, die nicht richtig funktionieren und damit zu Sicherheitsproblemen führen. Zu allem Überfluss werfen die Gewerkschaften der NMBS/SNCB vor, einmal mehr eine Reform durchzuführen, die an den Sorgen und Nöten der Beschäftigten und der Fahrgäste vorbeigeht. 

Man will noch einmal 250 Mitarbeiter weniger in den Bahnhöfen vorsehen. Das bedeutet noch weniger Dienstleistung für die Reisenden und besonders für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität."

Bahngewerkschaftler Gunther Blauwens (ACOD Spoor)

Diese beinhaltet laut dem christlichen Gewerkschaftler Gunther Blauwens (ACOD Spoor) zusätzliche Produktivitätsmaßnahmen, die dem Personal auferlegt werden: „So will man noch einmal 250 Mitarbeiter weniger in den Bahnhöfen vorsehen. Das bedeutet noch weniger Dienstleistung für die Reisenden und besonders für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität. Ich bin schon 30 Jahre bei der Bahn aber sowas habe ich noch nicht erlebt.“

Die Bahngewerkschaften fordern, dass die Direktion der NMBS/SNCB bei der nächsten Schlichtung am Freitag redlich auftritt und ihnen zuhört, um die Streiks noch zu verhindern, so Blauwens gegenüber der belgischen Presseagentur Belga: „Sie müssen den Leuten auf dem Terrain zuhören und schauen, wie sie deren Situation verbessern können.“ Die Mitarbeiter bräuchten Zeit, sich in ihrer Arbeit zurechtzufinden: „Wir haben eine neue Generation von Mitarbeitern, die ständig mit neuen Arbeitsprozessen zu tun haben. Das Management ist viel zu groß und dadurch viel zu komplex. Keep it simple und sorgt dafür, dass es funktioniert!“ 

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