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Der Senat des belgischen Parlamentes

Belgischer Premierminister, das Bundesparlament und der Königliche Palast Opfer eines Cyber-Angriffs

Die Internetauftritte mehrerer belgischer öffentlicher Einrichtungen sind Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Die Attacke wurde am Donnerstag gestartet und dauert noch an. Miguel De Bruycker vom Zentrum für Cybersicherheit Belgien (CCB) erklärte gegenüber der morgendlichen Nachrichtensendung "De ochtend" von VRT Radio 1, dass der Angriff wahrscheinlich eine Reaktion pro-russischer Hacker auf die Unterstützung Belgiens für die Ukraine ist.

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Am Donnerstagnachmittag waren die Internetseiten des Königspalastes, des belgischen Premierministers, der Abgeordnetenkammer und des belgischen Senats vom Netz verschwunden. Inzwischen sind einige der Seiten aber wieder online. Dennoch: "Es ist noch nicht ganz vorbei. Jedes Mal, wenn es uns gelingt, einen Angriff zu verhindern, wird er mit einer anderen Technik an einen anderen Ort verlagert.“ 

Keine sensiblen Informationen gestohlen

Es handelt sich vermutlich um DDoS-Angriffe. Dabei werden große Datenmengen an ein System gesendet, mit der Absicht, es zu verlangsamen oder auszuschalten. CCB hat eine Liste der beteiligten Hacker abgefangen. Es ist schwierig, sich gegen einen Angriff zu schützen.

"Es ist vergleichbar mit einem Aufruf an alle, in Massen zu einer bestimmten Straßenkreuzung zu fahren. Die Folge wäre ein Verkehrsinfarkt. Es gibt Techniken, um einen Angriff abzuwehren. Doch dann ändern die Hacker plötzlich ihre Vorgehensweise und verwenden eine andere Technik und/oder greifen einen anderen Teil des Systems an. Es ist ein Katz- und Mausspiel".

Wichtig sei, so De Bruycker, dass keine sensiblen Informationen gestohlen worden seien. Das Hacken war nur eine kleine Schikane.

Reaktion auf den Besuch von Präsident Zelensky

Alles deutet auf russische Hacker hin. Auf der gehackten Website des belgischen Premierministers war am Donnerstag eine Nachricht zu lesen, die lautete: "Wir kommen nach Belgien, um russlandfeindliche Internetseiten zu zerstören".

"Mehrere Posts im Dark Web beziehen sich auf den Besuch von Präsident Zelensky und die angekündigte militärische Unterstützung aus Belgien. Sie rufen zu Angriffen auf belgische Internetauftritte auf", erklärt De Bruycker. Er fügt hinzu, dass der Angriff nicht überraschend kommt: "Es ist ein bekanntes Phänomen. In dem Moment, in dem ein Land beschließt, die Ukraine zu unterstützen, wird es für einen oder mehrere Tage zum Opfer solcher Cyber-Attacken."

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