Die belgischen Gastronomieverbände schlagen Alarm. In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres mussten schon fast 1.400 Kneipen, Cafés, Bistros oder Restaurants und Hotels schließen, wie die flämische Sonntagszeitung De Zondag meldete. Die Gastronomie bittet jetzt um mehr Unterstützung für den Sektor.
Gastronomie in Belgien: Sorgen wegen der hohen Zahl an Konkursen
Nach Angaben der belgischen Gastronomieverbände geht es in dieser Hinsicht außer vielleicht am Bau wirtschaftlich so schlecht zu, wie im Gaststättengewerbe.
Matthias De Caluwe, CEO des Gastronomieverbandes Flandern, nennt Zahlen: „Dieses Jahr gingen bei Konkursen 616 Arbeitsplätze verloren. Die Situation ist echt alarmierend.“
Die Verbände wollen von der Politik erreichen, dass die Mehrwertsteuer für alkoholfreie Getränke, die in den Gaststätten selbst konsumiert werden, auf 12 % gesenkt wird. Derzeit liegt hier der MWS-Satz bei 21 %. Malzeiten werden schon nur noch mit 12 % MWS berechnet.
Zudem wünscht sich der Sektor deutlich höhere Rabatte bei den Sozialabgaben und eine flexiblere bzw. großzügigere Handhabung beim Einsatz von Überstunden und beim Bezahlen der Löhne bei Überstunden des Personals.

