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Glücksspiel ist auch in Belgien bei jungen Leuten sehr populär

Aus einer Erhebung der belgischen Glücksspiel-Kommission geht hervor, dass über die Hälfte unserer Landsleute zwischen 18 und 30 Jahren wettet, an Tippspielen teilnimmt oder sich anderswie mit Spielen um Geld beschäftigt. Für nicht weinige junge Menschen ist dies eine tägliche Beschäftigung - mit allen Folgen davon, wie Schulden und der Weg in die Armut. 

Andreas Kockartz
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Rund 13 % der Menschen aus der oben genannten Altersklasse zockt täglich. Aus der Umfrage der Glücksspiel-Kommission geht hervor, dass sie durch die Werbung zu Wetten oder Glücksspiel dazu angeregt wurden. Zwar ist Reklame für Glücksspiel in Belgien verboten, doch im Sportbereich wird viel für Wettbüros oder für Internetwetten geworben. Nicht zuletzt findet solche Werbung über die sozialen Medien den Weg zu den Kunden, z.B. über Streamer oder Influencer.

Auf kommunaler Ebene wird das Glücksspiel in Wettbüros und Spielhallen immer häufiger vermieden. In Genk (Prov. Limburg) und in Mechelen (Prov. Antwerpen) wird es bald keine Wettbüros mehr geben, weil es dazu durch die Städte keine Genehmigungen mehr gibt bzw. weil auslaufende Genehmigungen nicht mehr erneuert werden.

In Löwen (Prov. Flämisch-Brabant) geht man ähnlich vor und in Antwerpen ist die Zahl der Wettbüros von ursprünglich 37 auf 20 Filialen zurückgegangen. Im Gegensatz dazu wurde in Beveren (Prov. Ostflandern) einem Betreiber grünes Licht für ein neues Wettbüro in einem Zeitschriftenladen erteilt. Allerdings muss sich diese Einrichtung an strenge Vorgaben halten.

Doch all dies kann nicht verhindern, dass nicht nur junge Menschen zocken, wetten und Glücksspiele betreiben, denn im Internet sind die Angebote groß und da im Profisport häufig für Wetten geworben wird, z.B. auf Trikots von namhaften Fußballmannschaften, bleibt die Anziehungskraft hoch.  

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