Der flämische Jugendminister Benjamin Dalle (Christdemokraten, CD&V) stellt ungenutzte Räume in drei Jugendzentren in Flandern für die Aufnahme von Asylbewerbern zur Verfügung. Dalle will die belgische Staatssekretärin für Asyl und Migration Nicole de Moor (ebenfalls CD&V) bei Ihrer Suche nach mehr Aufnahmeplätzen unterstützen. Gegenwind kommt vom flämischen Minister Ben Weyts (Nationalisten, N-VA).
Flämischer Jugendminister stellt Jugendzentren für Aufnahme von Asylbewerbern bereit, Ministerkollege Weyts protestiert
Seit dieser Woche können zwei Jugendzentren in Beersel (Destelheide und Hanenbos, Provinz Flämisch-Brabant im Südwesten von Brüssel) Asylbewerber für kurze Zeit unterbringen. Am Dienstag wird eine Gruppe von Familien und Kindern in Destelheide untergebracht. Sie bleiben dort einige Tage, bis dass Plätze in einem regulären Zentrum frei werden. Die Jugendaktivitäten werden weiterhin stattfinden, sodass nicht immer gleich viele Asylbewerber dort untergebracht werden können.
Im Zentrum Hoge Rielen in Kasterlee sind von November bis Februar Notunterkünfte in zwei Gebäuden geplant. Dort waren keine Jugendaktivitäten in diesem Zeitraum geplant.
Muss Flandern denn die Misere der föderalen Regierung lösen?”
Flämischer N-VA-Minister Ben Weyts
Ben Weyts, der unter anderem für die flämischen Grenzen zuständig ist und mal Bürgermeister von Beersel werden wollte, kann die Initiative seines Kollegen Dalle nicht nachvollziehen.
"Destelheide und Hanenbos sind Zentren der Flämischen Gemeinschaft", reagiert Weyts: "Offensichtlich muss unsere Gemeinschaft jetzt helfen, die Misere der belgischen Regierung zu lösen. Und das alles ohne jegliche Rücksprache innerhalb der Regierung und erneut mit Folgen für die flämischen Gemeinden, die an Brüssel grenzen und schon stark belastet sind”, empört sich Ben Weyts."

