Der Rechtsmediziner, der die sterblichen Überreste der 25-jährigen Britta Cloetens aus Wilrijk (Provinz Antwerpen) untersucht hat, ist formell: Cloetens starb 2011 nicht an einem Schlag auf den Kopf, wie ihr Mörder Tijl Teckmans während der Ermittlungen und in seinem Prozess behauptete. Nachdem ihre Leiche erst Anfang April gefunden worden war, konnte sie jetzt autopsiert werden.
Überraschende Wendung im gelösten Cold Case Britta Cloetens: Autopsie widerlegt Geständnis des verurteilten Mörders
Am 5. April in diesem Jahr waren zunächst die menschlichen Überreste von Britta Cloetens zufällig von einem Jäger in einem Wald von Dinant (Provinz Namur) gefunden worden. DNA-Tests konnten die Identität bestätigen. Ihr Mörder, der Antwerpener Autoverkäufer Tijl Teckmans hatte immer behauptet, er hätte Britta Cloetens die Kofferraumhaube auf den Kopf geschlagen.
Was war mit Britta Cloetens geschehen?
Britta Cloetens hatte am 23. April 2011 in der Honda-Werkstatt am Boomsesteenweg in Wilrijk einen Kostenvoranschlag für ein neues Auto eingeholt. Von diesem Besuch kam die 25-Jährige nicht mehr zurück. Der Verkäufer, Tijl Teckmans, wurde daraufhin verhaftet. Er war bereits wegen Sexualdelikten verurteilt worden, stritt aber zunächst jede Beteiligung ab. Die Beweise gegen ihn waren jedoch erdrückend. In seinem Auto wurden Blut und Haare von Britta gefunden. Auch an seiner Kleidung befanden sich Blutspuren des Opfers. Teckmans legte schließlich ein Geständnis ab, behauptete aber, es sei ein Unfall gewesen.
Er behauptete aber, es sei ein Unfall gewesen. Die junge Frau hätte ihm Avancen gemacht und angeblich zugestimmt, im Kofferraum eines Autos Sex mit ihm zu haben. Er habe dann die Kofferraumhaube des Autos auf den Kopf des Opfers zugeschlagen, woraufhin sie leblos zu Boden gefallen sei.
Teckmans wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt und kann ab April 2026 eine frühzeitige Entlassung anfragen.
Teckmans hatte sich immer geweigert, das Versteck der Leiche zu verraten. Anfang April hatte ein Jäger in Dinant die sterblichen Überreste zufällig gefunden. Daher konnte jetzt auch eine Autopsie vorgenommen werden.
Rechtsmediziner formell
"Wir haben den Rechtsmediziner, der bereits während der Ermittlungen eingesetzt wurde, gebeten, den Schädel zu untersuchen", sagt Björn Backx, Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Antwerpen: “Dieser konnte keine Einwirkungen von Schlägen feststellen, sodass Teckmans' Aussage, wonach es ein Unfall war, nicht stimmt.

