Die sterblichen Überreste, die Ende 2022 zufällig von einem Jäger in Dinant (Provinz Namur) gefunden worden waren, sind von Britta Cloetens. Die junge Frau war 2011 in Wilrijk (Provinz Antwerpen) spurlos verschwunden. Ihr Mörder konnte inzwischen überführt und 2015 verurteilt werden. Eine DNA-Untersuchung hat nun eine Übereinstimmung mit den menschlichen Knochen aus Dinant ergeben.
Cold Case: Leiche der vermissten Britta Cloetens nach 12 Jahren in Dinant gefunden
Cloetens verschwand am 23. April 2011. Die junge Frau hatte an diesem Tag mehrere Autohäuser besucht, um sich nach einem neuen Auto umzusehen. Als ihre Tochter zwei Tage lang nichts von sich hören ließ, schlugen die Eltern Alarm.
Aus dem Vermisstenfall entwickelt sich schnell eine Mordermittlung. Die Kriminalpolizei stellt fest, dass Cloetens die Honda-Garage am Boomsesteenweg in Wilrijk nie lebend verlassen hat.
In Verdacht gerät sofort der Verkäufer im Autohaus, Tijl Teckmans (Foto oben). Er streitet alles ab, aber die Beweise gegen ihn häufen sich. Unter anderem finden die Ermittler Blut und Haare von Cloetens in seinem Auto und an seiner Kleidung.
Erst nach monatelangen Verhören legt Teckmans ein Teilgeständnis ab. Er sagt, er habe den Tod von Cloetens nie gewollt und es sei ein Unfall gewesen. Teckmans wurde 2015 wegen des Mordes an der jungen Frau zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Auf die Frage, wo er die Leiche von Cloetens abgelegt hat, antwortete er auch während seines Prozesses nicht.
Britta Cloetens erhielt auf einem Friedhof in der Nähe von Antwerpen eine symbolische letzte Ruhestätte.
