Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Bundesinnenministerin Annelies Verlinden (CD&V) legen einen Plaén vor, mit dem die Situation rund um den Bahnhof Brüssel Süd/Midi verbessert werden soll. Das Nationale Krisenzentrum wird damit beauftragt, eine umfassende Zusammenarbeit mit allen betroffenen Gremien und politischen Ebenen zu koordinieren.
Nationales Krisenzentrum nimmt sich der Sicherheitsprobleme um den Brüsseler Südbahnhof an
Seit Bahnchefin Sophie Dutordoir in der vergangenen Woche die Politik dazu aufrief, sich der Sauberkeits-, Sicherheits- und Drogenproblematik rund um den Brüsseler Südbahnhof zu widmen, verwiesen so ziemlich alle politischen Ebenen jeweils auf andere Gremien, um die Verantwortung zu übernehmen.
Jetzt hat das Kernkabinett der belgischen Bundesregierung dem Nationalen Krisenzentrum den Auftrag erteilt, alle betroffenen und befugten Gremien an einen Tisch zu bringen, um eine koordinierte Herangehensweise an das bzw. die Probleme auszuarbeiten. Schon in den nächsten Tagen sollen erste Maßnahmen ergriffen werden, verspricht Premier De Croo: „Es wird Aktionen im Bahnhof geben, die dafür sorgen, dass Verhalten, das nicht geduldet wird, entfernt wird und dass die Sauberkeit besser wird. Wir werden dort polizeilich viel härter gegen Drogenkonsum vorgehen.“
Vorgehen auf "drei Achsen"
Premier De Croo und Innenministerin Verlinden geben zu verstehen, dass die Herangehensweise auf drei Ebenen, bzw. drei Achsen stattfinden wird. Eine erste Achse betrifft die Bekämpfung der Kriminalität rund um den internationalen Brüsseler Bahnhof bzw. die Tatsache, dass dies ein Treffpunkt von illegalen Einwanderern geworden ist.
Punkt zwei betrifft die soziale Problematik rund um diesen Bahnhof, sprich die Obdachlosen, die Drogensüchtigen und deren medizinische Versorgung. In der Drogenfrage wird die nationale Drogenkommissarin Ine Van Wymersch eingeschaltet, um mit nach Lösungen zu suchen. Die dritte Achse betrifft nicht zuletzt das Thema öffentliche Sauberkeit in und um den Bahnhof herum.
Verantwortung bei der Region Brüssel-Hauptstadt
Die effektive Umsetzung des Plans liegt in Händen der befugten Behörden und der betroffenen Brüsseler Polizeizonen sowie der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, der der Bahnhof gehört. Das Nationale Krisenzentrum koordiniere lediglich, greife selbst aber nicht ein, so Innenministerin Verlinden: „Die Region hat um zusätzliche Unterstützung gebeten, denn das Problem übersteigt offensichtlich deren Kapazität. Alle Partner zusammenbringen muss ihr dabei helfen, Lösungen zu finden.“
Wenn eine konkrete Herangehensweise steht, der sowohl die Sicherheit, als auch die Lebensqualität rund um den betroffenen Bahnhof deutlich verbessert, wird die Verantwortung wieder vollständig in die Hände der Brüsseler Hauptstadt-Region gelegt, so der Plan De Croos und Verlindens.

