Am Sonntagmorgen ist die Leiche eines 16-jährigen Brüsselers am Strand von Bredene bei Oostende angespült worden. Passanten hatten den Jugendlichen am Samstagabend bemerkt, konnten ihn aber nicht retten. Die Rettungsdienste suchten den ganzen Abend nach dem Vermissten, konnten ihn aber nicht finden. Der Junge aus der Brüsseler Gemeinde Molenbeek war bei seinem Vater in Ferien, der an der Küste lebt.
Wieder ertrinkt ein junger Mann aus Brüssel an der Küste: "Er rief noch um Hilfe, aber Passanten konnten ihn nicht retten.”
Die Rettungsdienste von Bredene waren am Samstagabend gegen 20.30 Uhr gerufen worden, weil Spaziergänger einen Jungen in Not im Meer gesehen hatten: "Der Junge rief um Hilfe und ein Passant versuchte noch, ihn selbst aus dem Meer zu retten, was ihm aber aufgrund der starken Strömung nicht gelang", so Dennis Goes von der Polizeizone Bredene-De Haan.
"Nach dem Anruf sind wir an Ort und Stelle gefahren und haben die Abläufe für Ertrinkende eingeleitet. Wir haben den ganzen Abend mit einem Hubschrauber und mit Rettungsbooten gesucht, konnten ihn aber nicht finden." Gegen 22.15 Uhr wurde die Suchaktion abgebrochen, da es zu dunkel geworden war.
Am Samstagmorgen gegen 6 Uhr kam ein Anruf herein, dass etwa zwei Kilometer von der Stelle, an der der Ertrinkende zuletzt gesehen wurde, eine Leiche angeschwemmt worden war. Es handelte sich um den Jungen. Der 16-Jährige aus Sint-Jans-Molenbeek war in Ferien bei seinem Vater, der in Ostende lebt.
Gelbe Flagge
Der Junge soll auch am Samstagabend schwimmen gegangen sein, obwohl dies nach 18.30 Uhr nicht mehr erlaubt ist, da zu dieser Zeit keine Rettungsschwimmer am Strand sind. Gestern war die Strömung recht stark, denn auch tagsüber wehte die gelbe Flagge.
Im Juli ist in Ostende ein junger Mann ebenfalls aus der Brüsseler Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek unter ähnlichen Umständen ertrunken, ebenfalls außerhalb der beaufsichtigten Zeiten.
Obwohl der Junge, der gestern in Not geriet, offenbar mit dem Meer vertraut war, betonen die Rettungsdienste, dass viele Menschen - vor allem aus dem Landesinneren - die Gefahren des Meeres unterschätzen.
Ohne Retter würden täglich Menschen an der Küste ertrinken."
Steve Vandenberghe (flämische Sozialisten, Vooruit), Bürgermeister von Bredene
Der Bürgermeister von Bredene, Steve Vandenberghe (Vooruit), der selbst als Retter tätig war, ruft ebenfalls dazu auf, nicht außerhalb der beaufsichtigten Zeiten ins Meer zu gehen. "Letzte Nacht herrschte ein tückischer Wind. Dann verwandelt sich das Meer in eine Tötungsmaschine, besonders an den Wellenbrechern", sagte er.
"Die großen Investitionen in den Rettungsdienst sind gerechtfertigt. Ohne Retter würden jeden Tag Menschen an der Küste ertrinken. Die Retter handeln präventiv und halten Schwimmer von den Wellenbrechern und aus dem Wasser fern."

