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Vincent van Gogh in Brüssel: Hier lernte der Maler zeichnen und verkaufte sein einziges Bild

Dem weltberühmten Maler Vincent van Gogh, ein Niederländer, war zu Lebzeiten kein Erfolg bestimmt. Er verkaufte nur ein einziges Werk und zwar in Brüssel. Und auch sonst spielte die heutige belgische Hauptstadt eine recht wichtige Rolle in seiner Entwicklung.

Andreas Kockartz
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Vincent van Gogh hat seine bekanntesten Bilder in Frankreich in der Provence gemalt, doch über seine belgische Periode ist nur wenig bekannt oder geschrieben worden. In der Reihe Big City wirft die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ ein kleines Licht auf diese Zeit, vor allem auf die Zeit in Brüssel.

Lange nach dieser Zeit spielte Brüssel allerdings noch einmal eine Rolle für Vincent van Gogh.

Im Jahr 1890, das Jahr in dem er starb, kaufte die wohlhabende Brüsseler Malerin Anna Boch sein Gemälde „Roter Weinberg“ (Illustration unten), dass in einer Ausstellung der „Zwanzig“ (ein loser Verein von belgischen oder in Belgien lebenden Künstlern, u.a. mit Fernand Khnopff, Théo van Rysselberghe, James Ensor, Rodolphe Wytsman und das Geschwisterpaar Anna und Eugène Boch) zu sehen war. Dies war der einzige „kommerzielle“ Erfolg des niederländischen Malers zu Lebzeiten….

(Lesen Sie bitte unter der Illustration weiter)

"Roter Weinberg", Vincent van Gogh

Van Gogh selbst kam im Alter von 25 Jahren im August 1878 in Brüssel an, doch schon damals war sein Leben ein Trümmerhaufen. Doch auch hier gelang ihm nicht viel. Schon nach rund 3 Monaten brach er eine Ausbildung als Jesuit ein einer protestantischen Schule im Viertel Sint-Katelijne ab…

Trost fand er bei seinen Spaziergängen durch Brüssel. Von seinem Zimmer in Laken aus wanderte er stets durch das maritime Viertel von Brüssel in Richtung Zentrum. Und das melancholische Hafenviertel hatte es ihm besonders angetan. Auch Laken selbst inspirierte ihn. Dort entstand die Zeichnung „Das Café ‚Au Charbonnage‘ in Laken“, eine Kneipe in Hafennähe am Koolmijnenkaai (Illustration unten). Dies ist eine der wenigen Zeichnungen van Goghs aus dessen Brüsseler Zeit, die erhalten geblieben sind.

(Lesen Sie bitte unter der Illustration weiter)

"Das Café 'Au Charbonnage' in Laken", Vincent van Gogh

Im Dezember 1878 zog es den Niederländer in das Bergbaugebiet im Borinage in der Gegend um Mons in der heutigen Provinz Hennegau. Dort wollte er als Evangelist den Arbeitern dort den christlichen Glauben vermitteln, doch auch dies klappte nicht und er begann wieder zu zeichnen.

Nach Brüssel zurückgekehrt - im Oktober 1880 bezog er ein Zimmer über dem Café „Aux amis de Charleroi“ in der Zuidlaan 72 - arbeitete Vincent van Gogh zunächst autodidaktisch, doch er belegte auch Zeichenkurse an der Akademie für Schöne Künste, die sich ebenfalls in dieser Straße befand (und heute noch befindet). Allerdings gab er dies schon im Dezember des gleichen Jahres wieder auf, als er bei einem Schulwettbewerb Letzter wurde…

In der Zeit danach arbeitete er im Atelier eines befreundeten Künstlers, Anthon van Rappard, aber im April 1881 verließ er Brüssel, das damalige „Petit Paris“ für niederländische Kunstschaffende und ging wieder nach Hause zu seinen Eltern in die niederländische Provinz Nord-Brabant. Hier hielt es ihn aber auch nicht lange und es zog ihn via Antwerpen und Paris in die Province, wo er seine heute bekanntesten Werke malte und wo sein Leben endete.  

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