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Kinderkrippe in Dilsen-Stokkem, präventiv geschlossen: achtzehn Familien müssen Alternative finden

Die Kindertagesstätte Piepla in Rotem (Dilsen-Stokkem, Foto) in der Provinz Limburg wurde aufgrund einer anonymen Beschwerde bei der flämischen Agentur Opgroeien (dt.: Aufwachsen) für drei Monate geschlossen. Infolgedessen müssen achtzehn Familien einen Platz in anderen Einrichtungen suchen.

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Eigentlich hätte die Kinderkrippe Piepla am Mittwoch nach dem Sommerurlaub wieder öffnen sollen. Aufgrund einer anonymen Beschwerde, die am Donnerstag bei der Agentur Opgroeien, dem flämischen Kinder- und Jugendamt, eingereicht wurde, muss die Krippe jedoch für drei Monate geschlossen bleiben.

Die anonyme Beschwerde wurde am Donnerstag eingereicht. Gemeldet wurde unter anderem, dass die Kleinkinder angebrüllt, dass das Babyphone abgeschaltet blieb und dass die Kinder nicht ins Bett gelegt, sondern hineingeworfen wurden. Am Freitag bestätigte die Agentur Opgroeien offiziell, dass die Kindertagesstätte präventiv drei Monate lang geschlossen wird. Es war auch nicht die erste Beschwerde über diese Kindertagesstätte.

Eltern wurden von der Schließung überrascht

"Wir versuchen, unser Bestes zu tun, um den betroffenen Familien zu helfen und anderswo Betreuungsmöglichkeiten anzubieten. Es ist sehr unangenehm für die Familien", sagte Sofie Vandeweerd (Open VLD), Bürgermeisterin von Dilsen-Stokkem, am Montagabend. Achtzehn Familien müssen eine andere Kinderbetreuung finden.

"Am kommenden Donnerstag wird ein Gespräch zwischen der Agentur Opgroeien und den beiden Frauen, die die Kindertagesstätte leiten, stattfinden", sagte die Bürgermeisterin. "Mehrere Eltern haben bereits ein Gespräch mit der Aufsichtsbehörde geführt. Die meisten Eltern waren sehr überrascht, da sie mit Piepla immer zufrieden waren. Es ist nicht bekannt, von wem die Beschwerde stammt".

Inspektion bereits im Januar dieses Jahres

Die Agentur Opgroeien erklärt, dass die Kindertagesstätte bereits im Januar dieses Jahres einer unangekündigten Inspektion unterzogen wurde. Dem Bericht zufolge haben die Betreiber in mehreren Bereichen gute und sehr gute Noten erhalten. Einige Aspekte mussten jedoch verbessert werden, wie z. B. die Belüftung, die Einbeziehung der Kinder und die Verfahren für Krisensituationen und grenzüberschreitendes Verhalten. Die Kindertagesstätte durchläuft seitdem einen entsprechenden Prozess und ist berechtigt, selbst Verbesserungen vorzunehmen. Daher seien keine weiteren Maßnahmen erforderlich gewesen.

Laut der Bürgermeisterin könnte die Agentur nach einer Überprüfung entscheiden, dass die Kindertagesstätte früher öffnen darf, wenn sich herausstellt, dass keine Gefahr für die Kinder besteht. Es sei aber auch möglich, dass sie länger schließen müsse, weil weitere Nachforschungen nötig seien. "Im Moment müssen wir abwarten, was die Behörde entscheidet", erklärte sie.

Piepla besteht seit mehreren Jahren. Es handelt sich um eine Kindertagesstätte für Kinder bis zum Alter von dreieinhalb Jahren mit einer Kapazität von 14 Plätzen. "Bei der Gemeinde hatten wir noch nie Beschwerden erhalten", fügte die Bürgermeisterin Sofie Vandeweerd hinzu.

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