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Inland
Wirtschaft

Vorerst keine Umweltgenehmigung für den Ineos-Ethan-Cracker in Antwerpen

Das britische Chemieunternehmen Ineos kann vorerst den im Hafen von Antwerpen geplanten Ethan-Cracker nicht bauen. Der Rat für die Überprüfung von Genehmigungsverfahren hat den Antrag des Unternehmens auf eine Umweltgenehmigung verworfen. Die flämische Landesregierung hatte dem Vorhaben bereits grünes Licht erteilt, dich Umweltschützer und einige nahegelegene Provinzen in den benachbarten Niederlanden gingen dagegen vor.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Im Juni 2022 hatte Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) Ineos die benötigte Umweltgenehmigung noch erteilt, doch Umweltschutzverbände und einige niederländische Provinzen gingen dagegen vor und reichten Klage dagegen ein, u.a. beim Rat für die Überprüfung von Genehmigungsverfahren. Dieser erklärte die eigentlich bereits erteilte Umweltgenehmigung für ungültig.

Der Rat urteilt, dass die Landesregierung die Auswirkungen des zusätzlich anfallenden Stickstoffausstoßes auf die Umwelt und besonders auf das nahegelegene Naturschutzgebiet „Brabantse Wal“ in der niederländischen Provinz Nord-Brabant nicht ausreichend untersucht habe.

Die klagende Provinz bekommt jetzt also Recht, da die Umweltbehörde laut Urteil des Rates „routinemäßig und achtlos“ an die Arbeit gegangen sei. Die flämische Landesregierung hat jetzt 6 Monate lang Zeit, einen neuen Antrag auf Umweltgenehmigung für das Ineos-Werk zustellen.

Ethan-Cracker sind Fabriken, in denen Rohstoffe zur Herstellung von Plastik und anderen Kunststoffen produziert werden. 

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