Dieses Video zeigt die neuen sicheren Fahrerkabine der öffentlichen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn. Dieser Fahrer erklärt, dass er jetzt betmöglich vor aggressiven und übergriffigen Fahrgästen geschützt ist, die ihm Schläge versetzen oder ihn anspucken wollen.
VIDEO: ÖPNV-Gesellschaft De Lijn stattet ihre Fahrzeuge mit Sicherheitskabinen für Fahrer aus
De Lijn ist bestrebt, die Sicherheit in ihren Bussen zu erhöhen und ergreift entsprechende Maßnahmen. In den letzten Monaten hat es eine Reihe von Vorfällen gegeben, bei denen die Fahrer von Fahrgästen angegriffen wurden.
In Zukunft sollen alle Fahrer mit geschlossenen Kabinen geschützt werden. Alle Busse werden darüber hinaus mit Videoüberwachung ausgestattet, und das Personal wird nach Möglichkeit Bodycams tragen. Die flämische Verkehrsministerin Lydia Peeters (Open VLD, flämische Liberale) hat auch noch mehr gezielte Kontrollen angekündigt.
Die Minister der Bundesregierung und der flämischen Regierung haben einen Aktionsplan auf den Weg gebracht, um das Problem der Aggression in öffentlichen Verkehrsmitteln zu bekämpfen. Die 10-Punkte-Liste sieht unter anderem ein Busverbot für Störenfriede vor. Die Forderung nach Bodycams für Schaffner wird geprüft.
Körperliche und verbale Gewalt gegen Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben ist schon seit einiger Zeit ein Problem. Diskussionen über Fahrkarten sind oft die Ursache dafür.
Die belgische Bahn NMBS/SNCB hat im Jahr 2022 über 1.900 solcher Meldungen erhalten und erst Anfang dieses Jahres eine neue Kampagne gegen Aggression gestartet. Bei De Lijn gab es im vergangenen Jahr 338 Fälle von körperlicher Gewalt gegen Fahrer und Kontrollpersonal.
Neben der Vorbeugung geht es auch um die Strafverfolgung und Ahndung. "Der Kampf gegen sinnlose Gewalt in all ihren Formen hat für uns oberste Priorität", betonte Patrick Vandenbruwaene, der Präsident des Kollegiums der Generalstaatsanwälte.


