Die flämische Regierung wird bis zu 750 Mio. Euro in das Forschungsinstitut Imec (Foto) investieren, das auf Mikroelektronik und Nanotechnologie spezialisiert ist und seinen Sitz in Leuven (Flämisch-Brabant) hat. Dies gab der flämische Ministerpräsident Jan Jambon am Freitag bei einem Besuch vor Ort bekannt. Der Standort sei " von entscheidender Bedeutung " für die Halbleiterambitionen der Europäischen Union, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die ebenfalls an dem Besuch teilnahm.
Imec-Institut in Leuven "unentbehrlich" für die Halbleiterambitionen der EU
Mit der Investition von 750 Millionen Euro wird Flandern eine Finanzierung der Europäischen Union ergänzen. Die Gesamtinvestition könnte sich auf 1,5 Milliarden Euro belaufen. Das EU-Halbleitergesetz, das eigentlich im Herbst in Kraft treten soll, hat das Ziel, die Produktionskapazität für Mikrochips in Europa bis 2030 zu verdoppeln.
Das Imec ist ein Global Player auf dem Gebiet der Nanotechnologie und der Entwicklung von Mikrochips. Es untersucht, wie Innovationen im Chipbereich in größerem Maßstab produziert werden können.
"Die Rolle, die das Imec für die Ambitionen der Europäischen Union spielt, wird besonders wichtig sein", sagte Ursula von der Leyen (Foto). "Um weniger abhängig von Ostasien zu sein, müssen wir unsere Produktion hier in Europa steigern: Imec ist für unsere wirtschaftliche Stabilität von entscheidender Bedeutung. Für Investoren, die ihre Innovationen erforschen und testen müssen, bevor sie in die Massenproduktion gehen, ist dies ein wichtiger Ort.
Derzeit hat die EU einen weltweiten Marktanteil von 10% im Bereich der Halbleiterindustrie. In den letzten Jahren hat ein weltweiter Mangel an Chips die Lieferketten gestört, zu Engpässen bei Produkten von Autos bis hin zu medizinischen Geräten geführt und manchmal Fabriken zur Schließung gezwungen.


