Zum Hauptinhalt springen

Warnstufe "Code Orange" bis "Rot": Unwetterwarnung für den Osten Belgiens am Donnerstag

Das Königliche Meteorologische Institut (KMI) warnt für Donnerstag vor sehr heftigen Regenschauern vor allem in den Provinzen Limburg, Lüttich, Namür (Video oben) und Luxemburg. Das KMI geht sogar davon aus, dass neben der Wetterwarnstufe "Code Orange" lokal auch "Code Rot" möglich sein kann. Das bedeutet mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden. Am Donnerstagvormittag erließ das KMI "Code Rot" für die wallonische Provinz Namür, am Nachmittag wurde dies wieder auf "Code Orange" herabgestuft.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:
Aktualisiertupdate:

„Am Donnerstag kann die östliche und die südöstliche Hälfte unseres Landes innerhalb von 24 Stunden oder weniger sehr viel Regen bekommen“, so eine Mitteilung des Wetteramtes KMI. In der Provinz Limburg können bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden niedergehen. In der Provinz Namür sogar deutlich mehr, wie das Wetteramt am Donnerstagvormittag aufgrund von aktuellen Wettermodellen bekanntgab. 

Im wallonischen Landesteil können die Niederschläge also wesentlich heftiger werden. Für die Provinzen Lüttich und Luxemburg werden bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter vor vorausgesagt. Lokal kann das sogar bis zu 100 Liter werden, so das KMI, das kurzfristig auch „Code Rot“ erlassen kann (siehe oben). Computermodelle rechnen sehr lokal mit 100 bis 115 Litern…

Die Möglichkeit, dass so etwas passieren kann, ist klein, aber nicht unmöglich, so der Meteorologe Davis Dehenauw (KMI) gegenüber VRT NWS: „Wir geben neben dem realistischen Modell auch das pessimistischste Modell aus, aber das Basisszenario für die Region bleibt ‚Code Orange‘.“ Schwere Überschwemmungen werden aber nicht erwartet."

Präventive Maßnahmen

An den Stauseen von Eupen und Gileppe in Ostbelgien sowie am Ry de Rome in der Provinz Namür wurde am Donnerstag präventiv mehr Wasser abgelassen, als normalerweise. Dadurch senkt sich der Pegel dort etwas. In den Voeren und in Herk-de-Stad in der Provinz Limburg wurden Sandsäcke verteilt, um Häusern und Wohnungen direkt an den vorbeifließenden Flüssen abzusichern. Überall hier haben die Überschwemmungen von Juli 2021 ihre Spuren hinterlassen…  Auch einige Ortschaften in Flämisch-Brabant gehen so vor, z.B. Oud-Heverlee und Glabbeek.

Inzwischen sorgten Schlammlawinen nach heftigen Schauern dafür, dass die Autobahn E42 zwischen Namür und Lüttich auf Höhe von Fernelmont zeitweise unterbrochen war. Einige Straßentunnel liefen voll Wasser. Auch auf kleineren Straßen war der Verkehr zeitweise vor allem in der Provinz Namür gestört. Bis zum späten Donnerstagnachmittag musste die Feuerwehr in dieser Provinz vor allem in den Zonen Couvin, Beauraing, Floreffe, Rochefort und Namen dutzende Male ausrücken.

Im Laufe des späten Nachmittags und des frühen Abends zog sich der Himmel auch im Osten des Landes zu… Für alle lediglich materiellen und nicht lebensbedrohlichen Notfälle hat das belgische Innenministerium die Notrufnummer 1722 frei geschaltet.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5