Das niederländische Eisenbahnunternehmen Qbuzz, ein Tochterunternehmen der italienischen Staatsbahn FS, will ab 2027 Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Amsterdam und Paris einsetzen, die auch in Antwerpen und in Brüssel halten sollen. Dies ist nach Arriva bereits die zweite Ankündigung solcher Schnellzüge auf dieser Verbindung in kürzester Zeit.
Qbuzz hat bereits seine Pläne bei der niederländischen Aufsichtsbehörde ACM (Autoriteit Consument & Markt) angemeldet. Das Tochterunternehmen der italienischen FS (Ferrovie dello State) will zwischen Amsterdam und Paris mit Zwischenhalten in Belgien den Expresszug „Frecciarossa 1000“ einsetzen (Foto).
Dies ist die Hochgeschwindigkeitsmarke der italienischen Staatsbahn FS bzw. deren Reisezugsparte Trenitalia.
Qbuzz will es in absehbarer Zeit aber nicht dabei belassen und arbeitet bereits an der Planung von weiteren HST-Verbindungen zwischen Amsterdam und Berlin bzw. Amsterdam und Eindhoven. Schon jetzt betreibt dieses Unternehmen Schnellzugverbindungen zwischen Italien und Frankreich, genauer zwischen Mailand und Paris.
Konkurrenz für die neue Eurostar Group
Diese Planung für HST-Züge zwischen den Niederlanden und Frankreich via Belgien stellt eine weitere Konkurrenz für Thalys/Eurostar dar. Diese Bahngesellschaft, an der die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB zu 18,5 % beteiligt ist, betreibt bisher die einzige Hochgeschwindigkeitsverbindung auf dieser Linie.
In der vergangenen Woche kündigte die niederländische Deutsche Bahn-Tochter Arriva ebenfalls an, HST-Züge über Belgien nach Frankreich fahren lassen zu wollen. Hierbei handelt es sich um die Verbindung Groningen-Paris mit Zwischenhalten u.a. in Antwerpen und Brüssel.

