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Arriva-Zug nach Maastricht in Aachen HBF

Schnellzug von Groningen über Antwerpen und Brüssel nach Paris?

Laut einer Pressemeldung der niederländischen Eisenbahngesellschaft Arriva soll ab Juni 2026 täglich ein Expresszug zwischen Groningen in den Niederlanden und Paris hin- und herfahren. Dieser Zug soll dabei in Belgien auch in Antwerpen und Brüssel halten. Der Zug soll mit bis zu 250 km/h auch über Hochgeschwindigkeitsstrecken in den drei Ländern unterwegs sein.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Arriva, ein Tochterunternehmen der deutschen DB AG, ist nach der niederländischen Staatsbahn NS das größte Bahnunternehmen in unserem Nachbarland. Damit ist Arriva auch der größte Konkurrent der NS. Das Unternehmen betreibt z.B. die regionalen Bahnverbindungen zwischen Aachen HBF und Maastricht, die möglicherweise bald auch bis Lüttich in Belgien verlängert wird, sowie zwischen Groningen und Leer. Ab 2026 will die Gesellschaft auch Züge zwischen Eindhoven und Düsseldorf einsetzen, allerdings als Subunternehmer.

Jetzt kündigte Arriva an, bei der niederländischen Zulassungsbehörde ACM einen Antrag auf Fahrpläne eingereicht zu haben. Ziel sei, einen Expresszug einzurichten, der frühmorgens in Groningen in der gleichnamigen Provinz abfahren soll und zwar mit Zwischenhalten in Zwolle, Almere, Amsterdam, Schipol Airport und Rotterdam in den Niederlanden, sowie in Antwerpen-Zentral und in Brüssel Süd/Midi. Von dort aus soll es ohne weitere Stationen nach Paris gehen, um dort am Vorabend wieder zurück nach Groningen zu fahren.

Lange Vorlaufzeit nötig

Mit welcher Art Schnellzug Arriva diese Verbindung gewährleisten möchte, ist noch nicht deutlich. Klar ist aber, dass man auch Hochgeschwindigkeitstrassen in den Niederlanden, Belgien und Frankreich mit Geschwindigkeiten von 200 bis 250 km/h befahren will. Es ist aber auch möglich, dass Arriva einen klassischen Schnellzug mit Tempo 140 km/h alternativ einsetzen könnte, der allerdings länger brauchen wird.

Dazu müssten diese Züge mit dem europäischen Sicherheitssystem ETCS und mit den landesspezifischen Sicherheitssystemen ausgerüstet werden, was in allen Ländern intensive Zulassungsverfahren verlangt. Vor allem in Belgien werden solche Vorhaben mit langen und intensiven Zulassungen und Verfahren auf technischer Ebene gerne in die Länge gezogen. Mit diesem Angebot macht Arriva sowohl der niederländischen Staatsbahn, als auch der belgischen NMBS/SNCB und der französischen SNCF Konkurrenz, wie auch der Hochgeschwindigkeitsgesellschaft Thalys/Eurostar. 

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