Die Polizeizone Brüssel-West hat ein Disziplinarverfahren gegen eine Gruppe Polizisten eingeleitet, die sich am 1. Juni mit Jugendlichen aus dem Stadtteil Molenbeek am Rande einer Kajakfahrt auf der Lesse in Wallonien geprügelt haben. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Zudem nahm auch die Staatsanwaltschaft von Namür in der gleichnamigen Provinz in diesem Zusammenhang auf.
Brüsseler Polizei startet Disziplinarverfahren nach Keilerei mit Jugendlichen
15 Beamte der Interventionsbrigade der Polizeizone Brüssel-West hatten am 1. Juni einen Ausflug an die Lesse in der Provinz Namür unternommen, um dort mit Kajaks eine Abfahrt zu machen. Dort aber prügelten sie sich mit etwa 20 Jugendlichen aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Bei dieser Keilerei wurden mehrere Personen verletzt.
Jetzt wollen die Polizeizone Brüssel-West und die Staatanwaltschaft Brüssel genauer wissen, was seinerzeit am Ufer der Lesse passiert ist. In einer Pressemitteilung der Polizeizone vom Wochenende heißt es dazu: „Die Polizeizone verfolgt die Sache genau und wird sich regelmäßig bei der Staatsanwaltschaft Namür über den Fortgang der Ermittlungen informieren. Je nach den belastenden Elementen, die dort kenntlich gemacht werden, wird sie die entsprechenden Maßnahmen gegenüber den Verantwortlichen ergreifen.“
Bis auf weiteres seien die betroffenen Beamten in den Innendienst versetzt worden und es seien Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Bei der Führung der Polizeizone Brüssel-West heißt es auch, dass man für die Beunruhigung, die diese Angelegenheit in der Bevölkerung ausgelöst habe, Verständnis habe und man erinnert daran, dass jeder Polizist eine Vorbildfunktion einnehmen müsse, auch bei privaten Anlässen. Weiter werde es zu den laufenden Ermittlungen vorerst keine weiteren Äußerungen geben.

