Der am vergangenen Freitag aus dem Iran zurückgekehrte frühere belgische NGO-Mitarbeiter Olivier Vandecasteele, der dort 455 Tage in einer Zelle saß, weil man ihm dort Spionage vorgeworfen hatte, ist am späten Dienstagnachmittag von König Philippe empfangen worden. Vandecasteele wurde dabei von seiner Mutter begleitet.
Olivier Vandecasteele erzählte König Philippe persönlich die Geschichte seiner Geiselhaft im Iran
König Philippe hatte am Freitag bereits mit Olivier Vandecasteele telefoniert, als dieser in Belgien angekommen war und ihn und seine Mutter dabei nach Schloss Laken eingeladen hatte. Die beiden kamen allerdings eine halbe Stunde zu spät, weil sie gedacht hatten, sie würden im Palast im Brüsseler Zentrum erwartet…
Auf Schloss Laken saß man dann rund anderthalb Stunden zusammen. Zunächst sprach der König seinem Gast Mut und seine Unterstützung zu, bevor sich dieser zurückziehen kann, um sich von den Strapazen seiner langen Haft unter widrigen Umständen zu erholen.
Und der Monarch äußerte Vandecasteeles Familie gegenüber, dass er sie für die Art und Weise, wie sie mit dieser Situation umgegangen sind.
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König Philippe hatte sich ständig bei Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) über die Situation Vandecasteeles und über den Stand der Dinge bei den Verhandlungen mit dem Iran, ihn freizubekommen, was schließlich im Austausch gegen den iranischen Terroristen Assadolah Assadi, der in Belgien wegen eines vereitelten Anschlags auf Exiliraner zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, geschah.
Dabei hat der belgische König auch seine guten diplomatische Beziehungen zu Oman nutzen können, denn dieses Land trat in den vergangenen Wochen in dieser Sache als Vermittler auf. Vandecasteele erreichte seine belgische Heimat über die omanische Hauptstadt Muscat und der König bedankte sich umgehend bei Sultan Haitham bin Tarik für dessen Einsatz.

