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Fast 1.200 Asylbewerber konnten in jüngster Zeit die belgischen Aufnahmezentren verlassen

In den letzten Monaten konnten rund 1.200 Asylbewerber die Aufnahmezentren verlassen, wodurch sich die Warteliste für einen Unterbringung in einem Asylbewerberheim zum ersten Mal seit langem verkürzt hat. Dies geht aus Zahlen hervor, die die christdemokratische Staatssekretärin für Asyl und Migration, Nicole de Moor (CD&V), am Freitag bekannt gab.

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Die Warteliste umfasse nun weniger als 3.000 Personen, da es mehr Abgänge und weniger Zugänge gegeben habe, erklärte die Staatssekretärin. So konnten in den ersten Monaten des Jahres 253 Asylbewerber ihre Erstaufnahmeeinrichtung verlassen, weil sie einen Arbeitsplatz gefunden hatten.

Für Asylbewerber, die sich seit mehr als drei Jahren in den Zentren aufhalten, wurde außerdem eine intensivere Nachbetreuung eingeführt, mit dem Ziel, die Verfahren zu beschleunigen. Diese Maßnahme führte dazu, dass zusätzlich 896 Personen die belgischen Zentren verlassen konnten.

Die Einstellung von zusätzlichem Personal beim Generalkommissariat für Flüchtlinge und Staatenlose hat zudem die Zahl der gefassten Bescheide erhöht (2.677 im März und 2.463 im April, im Vergleich zu durchschnittlich 2.000 Bescheiden zuvor).

Schließlich gibt es neben den Abgängen auch weniger Neuzugänge. Laut der Staatssekretärin für Asyl ist es die Absicht der Behörden, "schnell am Ball zu sein". Beispielsweise stieg die Zahl der moldauischen Asylbewerber im März stark an, mit über 120 Anträgen in diesem Monat. Doch dank der schnellen Bearbeitung dieser Anträge und der Präventionsarbeit sank die Zahl im April um die Hälfte, da die Moldauer "praktisch keine Chance hatten, in Belgien Asyl zu erhalten", stellte Nicole de Moor (Foto) fest.

Bürgerkollektiv trifft sich mit der Staatssekretärin

Das Kollektiv "Stoppt die Krise der Aufnahme", eine Gruppe von Aktivisten, die seit mehreren Wochen ein Gebäude neben dem Brüsseler Parteisitz der flämischen Christdemokraten besetzt halten, wird am Montagmorgen von der Staatssekretärin für Asyl und Migration empfangen. Die Information stammt von den Aktivisten und wurde vom Stab der Staatssekretärin bestätigt. Das Treffen sei "ein Hoffnungsschimmer" für die Asylsuchenden auf der Straße, erklärte das Kollektiv "Stoppt die Krise der Flüchtlingsaufnahme". Diese "hoffen, dass ihre Rechte endlich respektiert werden und sie nicht mehr auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen".

Die Asylsuchenden hatten letzte Woche einen offenen Brief an die Bundesregierung und Nicole de Moor übergeben, in dem sie diese aufforderten, sich mit ihnen zu treffen. "Wir freuen uns, dass die Staatssekretärin bereit ist, uns zu empfangen, aber wir warten ab, ob das Treffen zu etwas Konkretem führt", dämpfte Ismaël, einer der Sprecher der Asylbewerber, die Erwartungen.

"Wir wollen einen Platz in einer Unterkunft bekommen und die damit verbundenen Rechte geltend machen. Am dringendsten ist es, dass allen obdachlosen Asylbewerbern in Belgien ein Dach über dem Kopf angeboten wird", fügte er hinzu. "Wir wollen, dass Frau De Moor uns echte und sofortige Lösungen anbietet", schloss sich Mohammed, einer der Besetzer des Gebäudes, an. "Wir verlangen nicht, dass wir Vorrang haben, sondern dass alle Asylsuchenden von der Straße und aus den besetzten Häusern, in die sie uns zwingt, geholt werden können".

Bei dem Treffen will das Kollektiv betonen, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist und die Zahl der Personen, die auf einen Aufnahmeplatz warten, ständig steigt. Nach Angaben der Aktivisten befinden sich derzeit mehr als 3.000 Personen in dieser Situation.

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