Eine belgische App für Flüchtlinge, das litauische Mobile Klimamuseum und eine niederländische Plattform für junge Europa-Journalisten sind die Gewinner des Europäischen Karlspreises der Jugend 2023. Der Preis wurde am Freitag, den 12. Mai in Aachen feierlich verliehen. Der Jugendkarlspreis ist der kleine Bruder des Karlspreieses, der dieses Jahr an Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk geht.
Aachen: Jugendkarlspreis für eine belgische App, die sich an Flüchtlinge und Asylbewerber richtet
Der erste Preis in Höhe von 7.500 Euro ging an „AILEM“ aus Belgien - die erste Sprach-App, die auf Flüchtlinge und Asylbewerber zugeschnitten ist und in Absprache mit ihnen entwickelt wurde. Sie nutzt die Sprache, um interkulturelle Missverständnisse und Klüfte zwischen Flüchtlingen und ihrem Gastland abzubauen, und enthält nützliche Redewendungen, Geschichten zum Erlernen der Sprache und Spiele sowie Möglichkeiten, mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten.
Ein gemeinsamer zweiter Preis, der mit jeweils 3 750 Euro dotiert ist, geht an das „Mobile Klimato muziejaus paroda“ (Mobiles Klimamuseum), das im Mai 2022 mit dem Ziel eingerichtet wurde, die Menschen zu einem klimafreundlichen Lebensstil zu bewegen. Es besteht aus vier mobilen Seecontainern mit Ausstellungen zum Klimawandel, zum Green Deal der EU, zu nachhaltiger Landwirtschaft und gesunder Ernährung sowie praktischen Tipps zur Reduzierung des Verbrauchs.
„The European Correspondent“ aus den Niederlanden, gegründet 2022, bringt über 140 junge Journalisten aus ganz Europa zusammen, um einen europäischen Journalismus zu schaffen. Sie untersuchen, wie sich große Themen in verschiedenen europäischen Ländern auswirken, und versenden täglich einen Newsletter mit den wichtigsten europäischen Nachrichten aus einer anderen Region.
Der Jugendkarlspreis ist der kleine Bruder des Karlspreises, der dieses Jahr an Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk geht. Den Karlspreis für die Jugend gibt es seit 2008 und dieser belohnt Initiativen, die die internationale Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis fördern.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Aachen
