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Sozialkonflikt bei Delhaize: Streikposten vor Märkten und Vertriebszentren in ganz Belgien verboten

Der Sozialkonflikt um den Verkauf von 128 Delhaize-Filialen an selbständige Franchisenehmer steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Laut einer Mitteilung der Delhaize-Gruppe selber gilt das Verbot für Streikposten vor Niederlassungen oder Vertriebszentren ab sofort für ganz Belgien. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Delhaize hatte auf juristischem Wege ein solches Verbot bereits für bestimmte Regionen erwirkt. Jetzt gilt dieses Verbot für ganz Belgien. Das bedeutet, dass die Warenhausgruppe jedes Mal einen Gerichtsvollzieher zu einer Filiale schicken kann, an der streikende Beschäftigte Kunden oder Lieferanten den Zugang versperren. Das gilt auch für Vertriebszentren, wo ab sofort Lastwagen ungehindert ein- und ausfahren sollen können.

Seit fast 2 Monaten läuft bei Delhaize ein schwerer Sozialkonflikt rund um den geplanten Verkauf der letzten 128 noch von der Gruppe selbst betriebenen Filialen an selbständige Franchisenehmer. Dies lehnen die Gewerkschaften gänzlich ab, weil sie danach schlechtere Arbeitsbedingungen und Einkommenseinbußen erwarten.

Die Situation ist völlig festgefahren, denn keine der beiden Seiten weicht von ihren Standpunkten ab. Bereits zwei Schlichtungsrunden mit einem Vermittler der Bundesregierung sind gescheitert. Am Dienstag ist ein neuer Termin angesetzt. Ob das allgemeine Streikpostenverbot bei Delhaize jetzt dabei hilft, eine Lösung des Konflikts zu finden, sei dahingestellt. Die Gewerkschaften sehen dies als schweren Eingriff in das Streikrecht. 

Delhaize-Beschäftigte rufen dazu auf, nicht mehr in den Filialen einzukaufen

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