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Inland
Justiz

Fall Vandecasteele: Iran übt Druck aus - Wird der Terrorist Assadi gegen Olivier Vandecasteele ausgetauscht?

Aus dem Iran ist zu vernehmen, dass der Diplomat/Terrorist Assadollah Assadi (Foto), der in Belgien im Gefängnis sitzt, in Kürze mit einer Person aus unserem Land ausgetauscht wird, die im Iran inhaftiert ist. Der Iran teilte jedoch nicht mit, um wen es sich dabei handelt. Möglicherweise ist dies aber der frühere NGO-Mitarbeiter Olivier Vandecasteele aus Belgien, der seit etwa 14 Monaten unschuldig und als Spion verurteilt, in einer iranischen Zelle sitzt. Aus dem belgischen Justizministerium verlautete, dass an der Meldung aus dem Iran nichts dran sei. 

Andreas Kockartz
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Offenbar ist diese Meldung eine iranische Strategie, um Belgien in dieser Sache weiter unter Druck zu setzen. Assadi ist vor zwei Jahren nach einem von Belgien aus vereitelten Anschlag auf Exil-Iraner in Paris in Antwerpen zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. 

Vor einigen Tagen hatte die belgische Bundesregierung die Überstellung von Olivier Vandecasteele offiziell bei den iranischen Justizbehörden beantragt, nach dem auch auf juristischem Wege die Umsetzung des Abkommens mit dem Iran und Belgien Gefangene austauschen können, ermöglicht wurde.

Allerdings, so Beobachter, hätten die konkreten Verhandlungen zwischen Belgien und dem Iran in dieser Sache noch nicht offiziell begonnen. Die Nachricht aus dem Iran diene lediglich dazu, die belgische Regierung und die Familie Vandecasteeles weiter unter Druck zu setzen.

Die iranische Opposition in Europa, die verhindern will, dass Assadi aus der Haft entlassen wird und in seine Heimat zurückkehren kann, will weiter gegen den möglichen Austausch vorgehen. 

"Stimmt so nicht!"

Am Mittwochnachmittag meldete sich Bundesjustizminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD, Foto unten) in dieser Angelegenheit zu Wort: „Die Meldung stimmt so nicht! Das ist ein Bericht eines Schurkenstaates, der sich darauf spezialisiert hat, falsche Erklärungen abzugeben, um zu manipulieren und um Verwirrung auf Kosten von unschuldigen Leuten aus anderen Ländern zu stiften.“

Auch die Familie Vandecasteeles beschrieb diese Meldung als ein Mittel, um Druck auf sie und auf Belgien auszuüben: „Überdies hat uns das Außenministerium bestätigt, dass die Ankündigung mit dem heutigen Lauf der Dinge nichts zu tun hat.“

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