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17 Belgier aus Sudan evakuiert: "Mehrheit derer, die noch dort sind, will bleiben"

Jetzt, wo zwischen den Konfliktparteien im Sudan eine dreitägige Waffenruhe vereinbart werden konnte, versuchen viele Länder ihre Landsleute aus dem afrikanischen Bürgerkriegsland herauszuholen. Inzwischen sind 17 Belgier evakuiert worden, wie Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) wissen lässt. Etwa 20 Belgier oder deren Angehörige sind noch dort, doch die Mehrheit von ihnen will offenbar im Sudan bleiben.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Vor etwas mehr als einer Woche brach ein bewaffneter Konflikt zwischen der regulären Armee des Sudan und den Elitetruppen eines Generals aus. Seit einigen Tagen versuchen vor allem westliche Länder, ihre Landsleute aus dem Konfliktland herauszuholen. Diese Operation wird gemeinsam von Frankreich und Deutschland kooriniert. 

Dabei handelt es sich in erster Linie um Diplomaten und deren Angehörigen oder um Mitarbeiter von humanitären Einrichtungen.

Belgien hat mit Hilfe anderer EU-Länder bisher 17 Personen aus Sudan evakuieren können. Unter ihnen sind auch Familienmitglieder von Belgiern, die nicht notwendigerweise die belgische Staatsangehörigkeit haben, wie Außenministerin Lahbib sagte: „16 von ihnen sind mit einem Flugzeug evakuiert worden und eine Person über den Landweg.“

Etwa 20 Belgier oder deren Angehörige sind noch vor Ort und wollen offenbar dort bleiben, wie die Ministerin andeutete: „Die Mehrheit von ihnen gibt an, nicht weggehen zu wollen. Sie bleiben vorläufig noch in Sudan, doch wir bleiben in Kontakt mit ihnen.“

"Sehr dankbar"

Außenministerin Lahbib bedankte sich übrigens sehr bei allen Ländern, die diese Evakuierungen ermöglichen: „Unser Land arbeitet zusammen mit Frankreich, dass die Evakuierungs-Operation für Europa koordiniert und bei den Niederlanden. Diese Länder haben unsere Landsleute mit zum Flughafen genommen und ihnen einen Platz in ihren Flugzeugen gegeben. Ich habe mich schon beim französischen Außenminister persönlich bedankt. Doch ich bin auch Ländern, wie Dschibouti und Jordanien sehr dankbar, denn sie haben unseren Landsleuten eine Unterkunft besorgt.“  

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