In der Nacht zum Montag ist ein erstes niederländisches Militärflugzeug aus Karthum in Richtung Jordanien gestartet. Undeutlich war zunächst aber, ob darunter auch schon Belgier waren oder Personen, die Belgien evakuieren will. Laut Bundesaußenministerin Hadja Lahbib (MR) sollen 42 Personen mit Hilfe von Frankreich und den Niederlanden aus dem Konfliktland Sudan herausgeholt werden. Letztendlich waren 8 Belgier an Bord einer Maschine.
Belgien evakuierte bisher 8 Personen aus dem Sudan in Zusammenarbeit mit Frankreich und den Niederlanden
Am Sonntag haben verschiedene europäische Länder damit begonnen, ihre Landsleute und Personen, die ein Recht darauf haben, nach Europa ausgeflogen zu werden (z.B. direkte Angehörige von jeweiligen Landsleuten), aus dem Sudan zu evakuieren. Belgien arbeitet dabei mit Frankreich zusammen, dass die europäische Evakuierung koordiniert, und mit den Niederlanden.
Ein erstes französisches Flugzeug auch mit anderen EU-Bürgern an Bord, hob schon am Sonntag in Richtung Jordanien ab. Von dort aus wird die westliche Evakuierung aus dem Sudan zentralisiert. In der Nacht zum Montag flog dann die erste niederländische Maschine nach Jordanien, ebenfalls mit EU-Bürgern an Bord.
In einer dieser Maschinen waren 8 Belgier oder Personen, die nach Belgien evakuiert werden können, wie am Montagmorgen bekannt wurde - darunter auch der bei Kämpfen zwischen den rivalisierenden Armeen Leiter der humanitären Mission der Europäischen Union, Wim Fransen. Dieser war letzte Woche in Karthum niedergeschossen worden. Laut Außenministerin Hadja Lahbib (MR) will unser Land 42 Personen aus dem Sudan ausfliegen lassen.
Was ist im Sudan los?
Seit etwa einer Woche liefern sich die sudanesische Armee unter der Führung von De-facto-Präsident, General Abdel Fattah al-Burhan, und die paramilitärische Einheit „Rapid Support Forces“, kurz RSF, von General Mohammed Hamdam Daglo einen blutigen Streit um die Macht in diesem afrikanischen Land.
Beide Generäle führten die Militärputschs der Jahre 2019 und 2021 an, haben sich aber jetzt in der Machtfrage zerstritten. Dabei kommen schwerste Waffen zum Einsatz. Bei den Kämpfen sind bereits hunderte Zivilisten ums Leben gekommen und zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder zumindest beschädigt.
Inzwischen wurde auch schon der Flughafen der Hauptstadt Karthum beschossen, weshalb die westliche Evakuierung von einem Flugfeld am Rande der Stadt erfolgt.
