In der vergangenen Nacht ist die Polizei gegen die Blockade des Vertriebszentrums der Warenhauskette Delhaize in Zellik (Provinz Flämisch-Brabant) eingeschritten. Rund 300 Gewerkschaftsmitglieder hatten das Vertriebszentrum seit Mittwochabend blockiert, ausgerechnet vor dem traditionell stark besuchten Osterwochenende. Die Belegschaft führt seit fast einem Monat eine Kampagne gegen den Plan, 128 Filialen an Franchisenehmer zu veräußern. In den Delhaize-Geschäften bleiben bestimmte Regale, insbesondere bei Obst und Gemüse; leer.
Polizeieinsatz gegen die Blockade des Delhaize-Vertriebszentrums in Zellik
Nach Angaben der christlichen Gewerkschaft CNE hatte die Unternehmensleitung die Polizei gerufen, die im Laufe der Nacht “hart durchgegriffen” habe, um acht Lastwagen die Möglichkeit zu geben, das Vertriebszentrum zu verlassen.
Die Blockadeaktion, an der nach Angaben der CNE insgesamt mehr als 300 Personen teilnahmen, wurde nach dem Polizeieinsatz noch fortgesetzt und endete erst gegen 5 Uhr morgens. Zwar konnten acht LKWs das Depot verlassen, doch unter normalen Umständen verlassen jede Nacht Dutzende von LKWs das Vertriebszentrum, wird in den Reihen der Gewerkschaften betont.
Wegen der Blockade am Vertriebszentrum in Zellik konnten die Regale und Vorratslager in den Geschäften von Delhaize nicht aufgefüllt werden.
Die Geschäftsleitung von Delhaize hatte Anfang März ihre Absicht angekündigt, ihre 128 integrierten Geschäfte in Franchise zu überführen. Seitdem hat sich die Situation zwischen den Gewerkschaften und dem Management von Delhaize immer weiter angespannt. Bestreikt werden die Delhaize-Geschäfte in Brüssel und in der Wallonie.


