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Inland
Wirtschaft

Auch die dritte Gesprächsrunde zwischen Direktion und Gewerkschaften bei Delhaize ist gescheitert

Die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Direktion bei der belgischen Kaufhausgruppe Delhaize am Dienstag endete ohne Ergebnis. Eine Lösung des Sozialkonflikts ist weiter nicht in Sicht und die Fronten bleiben weiter verhärtet. Rund die Hälfte der 128 Delhaize-Filialen, die die Gruppe an Franchisenehmer veräußern will, wird weiter bestreikt.

Andreas Kockartz
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Auch die dritte Verhandlungsrunde zur Lösung des Sozialkonflikts bei Delhaize ist gescheitert. Der Konflikt dauert nun schon drei Wochen lang. Die Delhaize-Gruppe kündigte seinerzeit an, die 128 noch selbst betriebenen Filialen an selbständige Betreiber verkaufen zu wollen, doch dagegen läuft die Belegschaft Sturm.

Die Gewerkschaften befürchten, dass die rund 9.000 betroffenen Beschäftigten danach unter schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen weitermachen müssen und dass es unter Umständen auch zu Entlassungen kommen kann.

Am Dienstagmorgen waren zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder vor die Zentrale der Warenhausgruppe in Zellik in Flämisch-Brabant bei Brüssel gezogen, um deren Vertreter bei den Gesprächen mit dem Management zu unterstützen. Sie hofften dabei auf ein „positives Signal der Direktion“, sprich auf ein Zurückziehen des Vorhabens, und auf „eine Öffnung, um endlich wirklich zu verhandeln.“

Doch dieses Signal kam nicht und die Gewerkschaften hielten auch an ihrer Forderung fest, den Verkauf der Filialen zurückzuziehen. Derweil wird in rund der Hälfte der betroffenen Geschäfte weiter gestreikt, wobei der Schwerpunkt in der Wallonie und in Brüssel liegt. In Brüssel sind alle Märkte geschlossen und in Wallonien sind nur vier geöffnet. In Flandern hingegen werden lediglich sechs der betroffenen Märkte bestreikt. 

Schlichter eingeschaltet

Inzwischen hat Bundesarbeitsminister Pierre-Yves Dermange (PS) einen Schlichter bestellt, der zwischen den sich diametral gegenüberstehenden Sozialpartnern vermitteln soll. Damit entspricht die belgische Bundesregierung einem Ansinnen, das sowohl von der Delhaize-Direktion, als auch von den Gewerkschaften eingefordert wird. 

In Flandern sind fast alle Delhaize-Geschäfte geöffnet

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