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Inland
Wirtschaft

Belgiens Premier fordert von den Großbanken mehr Geldautomaten im Land

Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und seine Regierung haben den in Belgien aktiven Großbanken ein Ultimatum gestellt. Diese sollen sich bis Ende des laufenden Monats März dazu selbst verpflichten, mehr Geldautomaten im Land aufzustellen. Andernfalls will die Regierung die Banken per Gesetz dazu verpflichten, den Bürgern mehr Möglichkeiten zu bieten, Bargeld abzuheben. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die belgische Bundesregierung fordert von den hiesigen Großbanken ING, Belfius, BNP Paribas, Fortis und KBC, dass sie z.B. in den Städten Bankautomaten im Umkreis von 2 Kilometern um jedes Haus aufstellen. Auf dem Land soll es in dieser Hinsicht Bargeldautomaten im Umkreis von mindestens 5 Kilometern geben.

Falls sich die Großbanken nicht mit der Regierung auf ein dahingehendes Abkommen einigen (wollen), droht Premier De Croo damit, sie per Gesetz dazu zu verpflichten.

Bundeswirtschaftsminister Pierre-Yves Dermangne (PS) kritisierte die belgischen Großbanken kürzlich erst dafür, dass die zwar sehr hohe Gewinne erzielen, im Gegensatz dazu aber immer weniger Dienstleistung für ihre Kunden anbieten würden. Immer mehr Bankautomaten würden verschwinden und immer mehr Bankfilialen geschlossen.

Nicht zuletzt werden auch mit dem Argument der fortschreitenden Digitalisierung immer mehr Bank- bzw. Bargeldautomaten abgebaut oder geschlossen. 

Noch stehen den Kunden landesweit rund 6.000 solcher Automaten zur Verfügung, doch wenn es nach den Banken geht, könnte diese Zahl bis Ende 2024 auf unter 4.000 sinken. Dagegen will die belgische Bundesregierung etwas unternehmen und setzt die Großbanken jetzt unter Druck. 

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