Trotz der sinkenden Inflation steigen auch in Belgien die Preise für Lebensmittel weiter an. Der „Inspektor“, ein Verbraucherschutzprogramm des VRT-Senders Radio 2, schaute genauer nach und fand heraus, dass der durchschnittliche Einkaufswagen einer Familie seit Dezember 2022 rund 6 % teurer geworden ist. Innerhalb von 15 Monaten ist dieser Einkaufswagen sogar rund ein Viertel teurer geworden…
Ein Einkaufswagen ist seit Dezember 2022 in Belgien rund 6 % teurer geworden
Im Dezember 2021 füllte der „Inspektor“ von Radio 2 einen Einkaufswagen mit 75 Produkten bei drei verschiedenen Supermärkten: Ein Discounter, ein Billiganbieter und ein klassisches Warenhaus. Etwa alle drei Monate werden die Preise für diese 75 Artikel verglichen. Jedes Mal stiegen die Preise dafür.
Nach einem Jahr, also im Dezember 2022, war dieser Einkaufswagen schon 16,5 % teurer geworden, als der erste seiner Art.
Sven Pichal (Foto oben), der Moderator der Sendung, sagte, dass die Preise stetig weiter gestiegen sind, „denn nach 15 Monaten ist dieser Einkaufswagen nicht weniger als 24 % teurer geworden. Also bezahlt man heute ein Viertel für die gleichen 75 Produkte mehr, wenn man diese in den Einkaufswagen legt.“
Milch- und Getreideprodukte wurden teurer
Vor allem die Preise für Öle, für Fisch und Fleisch sowie vor allem für Brot, Getreide- und Milchprodukte sind in den letzten Monaten deutlich teurer geworden: „Ich habe ein Paket Spaghetti in meinem Wagen liegen. Das ist seit Dezember 2021 sogar 62 % teurer geworden. Und bei einem Päckchen Blätterteig stieg der Preis im 44 %. Ein Paket halbvolle Milch wurde 60 % teurer.“
Dass die Preise für Lebensmittel jetzt so deutlich wieder steigen, liegt auch und gerade daran, dass die Warenhaus- und Supermarktketten zum Jahresanfang ohnehin ihre Preise anpassen. Und nicht zuletzt hob die Lebensmittelindustrie ihre Preise ebenso an, weil auch sie mit steigenden Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten fertig werden muss (siehe auch nebenstehenden Betrag zur Inflation).

