Das Leben wird in Belgien etwas weniger schnell teuer. Im Februar ist die Inflation hier auf 6,62 % gesunken. Im Januar lag sie noch bei 8,05 %. Dass die Inflation hierzulande etwas rückläufig ist, liegt an den sinkenden Preisen für Energieprodukte. Im Gegensatz dazu steigen die Preise für Lebensmittel in unserem Land weiter an.
Belgien: Die Inflation sinkt, die Lebensmittelpreise steigen weiter
Die Teuerungsrate, sprich die Inflation, ist in Belgien etwas gesunken und liegt derzeit bei 6,62 %. Dies wird auf Basis eines bestimmten Warenkorbs berechnet. Kosteten die Produkte aus diesem Warenkorb im Januar 2022 noch 100 €, so muss man heute dafür 106 € dafür zahlen.
Das Leben wird aber weiter teurer, wenn auch aktuell in etwas geringerem Maße als in den vergangenen Monaten, genauer nach dem russischen Überfall auf die Ukraine. Höhepunkt war im Oktober 2022, als die Inflation auf 12,27 % angestiegen war. Seit vier Monaten allerdings sinkt sie wieder.
Dass die Teuerungsrate derzeit etwas weniger schnell steigt, ist vor allem auf die sinkenden Energiepreise zurückzuführen. Alleine in diesem Bereich sank die Inflation im Vergleich zu Februar 2022, als gerade diese Preise enorm stiegen, um rund 8 %. Doch die Energiepreise sinken im Allgemeinen. Letzten Monat sank der Preis für Erdgas um 27,8 % und für Elektrizität um 16,2 %.
Problem Lebensmittelpreise
Die Verbraucher in Belgien fühlen die sinkende Inflation allerdings nicht unbedingt deutlich in ihrer Brieftasche, denn die Preise für Lebensmittel steigen weiter, bzw. auch die Inflation in diesem Bereich und zwar um 16,12 %. Im Februar sind vor allem Ölprodukte (z.B. Salat- oder Olivenöl), Fisch, Geflügel, Brot und Getreide sowie Fleisch weiter teurer geworden.
Dies ist die Folge der allgemeinen und jedes Jahr durchgeführten Preisanhebungen im Einzelhandel, z.B. in den Warenhäusern. Doch auch die Lebensmittelindustrie hob ihre Preise weiter an, was wiederum eine Folge von höheren Unkosten für Rohstoffe, Energie und Löhne ist.
