Der frühere belgische Gendarm Robert Beijer (Foto) ist wieder in Belgien. Beijer, der zuletzt aus Thailand ausgewiesen wurde, wo er seit Jahren lebt, steht seit langer Zeit im Verdacht, etwas mit der Killerbande von Brabant zu tun zu haben, die in den 1980er Jahren mehrere blutige Überfälle in unserem Land verübten. Bis heute sind diese Fälle nicht aufgeklärt. Beijer soll jetzt dazu von der belgischen Justiz verhört werden.
Killerbande von Brabant: Ex-Gendarm Beijer - In Thailand ausgewiesen, in Belgien angekommen
Bei den Überfällen, u.a. auf Warenhäuser, kamen insgesamt 28 Personen ums Leben. Doch bis heute ist dieser Fall ungelöst und die Justiz rätselt nach wie vor darüber, wer die Täter damals waren. Von Robert Beijer erhofft man sich mehr dazu zu erfahren, denn er steht im Verdacht, hiermit etwas zu tun zu haben.
Der frühere Gendarm ist am Samstag in Belgien angekommen, wohin ihn die thailändischen Behörden ausgewiesen hatten. Vor rund einem Monat war er in Pattaya, wo er mit seiner thailändischen Frau lebte, festgenommen worden. Die Polizei durchsuchte dort aufgrund eines belgischen Rechtshilfeersuchens auch dessen Wohnung nach möglichen Elementen, die einen Link zu den Killern von Brabant legen könnten. Beijer war aufgefallen, weil er keine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Thailand besaß, obwohl der dort schon seit Jahren lebte.
Verhör in Belgien
Robert Beijer wird in den kommenden Tagen von Untersuchungsrichterin Martine Michel von der Bundesstaatsanwaltschaft, die aktuell mit den Ermittlungen zu den Killern von Brabant betraut ist, zu den Vorgängen damals befragt werden. Gegenüber unseren frankophonen Kollegen der RTBF hatte Beijer bei seiner Ankunft in Belgien angedeutet, dass er nichts mir den Vorfällen von damals zu tun habe. Tatsache ist, dass ihn die belgische Justiz bisher aus Mangel an Be- oder Hinweisen nie offiziell als Verdächtigen einstufen konnte.
Beijers Anwalt Chomé sagte, dass sein Mandant zwei Wochen lang von den thailändischen Einwanderungsbehörden festgehalten worden sei. Dies habe solange gedauert, weil die belgische Bundesstaatsanwaltschaft durch ihre Ermittlungen den Vorgang in die Länge gezogen habe. Deshalb sei es Beijer dort unmöglich gewesen, seinen vorläufigen Ausweis für Belgien fristgerecht zu erhalten, wodurch das Ganze letztendlich einen Monat gedauert habe.

