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Inland
Justiz

Fensterputzer Du Lion des Mordes an vier Frauen in den 1990er Jahren schuldig gesprochen

Der Fensterputzer Stephaan Du Lion ist von einem Geschworenengericht des Mordes an vier Frauen schuldig gesprochen worden. Du Lion beging die vier Morde in den 1990er Jahren. Die Morde konnten erst vor einigen Jahren dank eines DNA-Tests aufgeklärt werden. An diesem Mittwoch wird das Strafmaß für Du Lion festgelegt. 

Martina Luxen Belga
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Der 58-jährige Fensterputzer aus Deurne (Provinz Antwerpen) Stephaan Du Lion stand wegen des Mordes an vier Frauen vor Gericht. Die Morde wurden in den 1990er Jahre begannen und galten als “Cold Cases”. Erst 2017 gab es eine neue Spur dank eines DNA-Tests.   

Zwei Jahre zuvor hatte Du Lion eine DNA-Probe abgeben müssen, nachdem er wegen versuchten Diebstahls verurteilt worden war. Diese Probe landete in der DNA-Datenbank für Verurteilte und ergab eine Übereinstimmung mit einer DNA-Probe aus den Ermittlungen zum Mord an Ariane Mazijn, die 1992 ermordet worden war. Du Lion gestand schließlich den Mord an vier Frauen. 

An der Schuld des Angeklagten gab es keinen Zweifel. Sein Anwalt hatte den Geschworenen kurz vor Beginn der Beratungen auch gesagt, dass sie die Schuldfrage mit "Ja" beantworten könnten. Dieser Ansicht sind die Geschworenen nach 3,5 Stunden Beratung gefolgt. Du Lion riskiert eine lebenslange Haftstrafe. Sein Anwalt könnte aufgrund der schweren Jugend des Verurteilten für mildernde Umstände plädieren.  

Während der Gerichtsverhandlung wollten die Angehörigen insbesondere Antworten auf die Fragen, warum und wie die Opfer zu Tode kamen. Während der Ermittlungen und auch während des Prozesses selbst äußerte Stephaan Du Lion häufig, dass er sich nur an sehr wenig erinnere. "Erst direkte Konfrontationen mit den Angehörigen während des Prozesses verleiteten den Angeklagten, dennoch zu reagieren. Den Geschworenen muss damit klar geworden sein, dass Du Lion die Amnesie tatsächlich vortäuschte. Die Geschworenen hatten also keine Schwierigkeiten, die Schuldfragen zu beantworten", erklärte die VRT-NWS-Gerichtsreporterin Caroline Van den Berghe.

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