Durch die Laufzeitverlängerung der beiden Meiler Tihange 3 und Doel 4 um 10 Jahre und die möglicherweise hohen Betriebs- und Folgekosten sollen die Stromrechnungen der Verbraucher nicht steigen. Auf diese Aussage legen Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Bundesenergieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) großen Wert.
"Keine höheren Stromrechnungen" nach der Laufzeitverlängerung für zwei Kernreaktoren in Belgien
Seit Montag gibt es grünes Licht von Seiten der belgischen Bundesregierung und dem Energiekonzern und Kraftwerksbetreiber Engie für eine Laufzeitverlängerung der beiden Meiler Tihange 3 und Doel 4 um 10 Jahre. Die beiden Meiler sollen ab dem Winter 2026-2027 dabei helfen, die Energie- und Elektrizitätsversorgung in Belgien zu garantieren.
Über die Kosten bzw. die Folgekosten dieses Vorhabens liegen allerdings noch einige Unklarheiten vor, denn konkrete Summen zur Finanzierung bzw. zur Endlagerung des Strahlenabfalls liegen noch nicht vor.
Der belgische Staat und der französische Energiekonzern Engie gründen zu diesem Zweck eine neue Gesellschaft und es ist vorläufig abgemacht, dass sich beide Teilhaber Gewinne oder Verluste teilen werden.
In jedem Fall sollen die Verbraucher in Belgien davon nichts merken, denn die Stromrechnungen sollen nicht dazu dienen, mögliche entstehenden Mehrkosten zu kompensieren. Entsprechenden Steuern oder Abgaben, die über die Stromrechnungen eingenommen werden sollen, wird hier eine deutliche Absage erteilt.

