Einige Magnetfischer haben am Wochenende in der Damse Vaart (Foto) eine rostige Waffe entdeckt. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft untersucht jetzt eine mögliche Verbindung zu den Ermittlungen in Sachen Killerbande von Brabant. Die Polizei hatte erst kürzlich in diesem Kanal nach einer Uzi-Maschinenpistole gesucht, die in Verbindung mit der Bande stehen könnte, hatte jedoch seinerzeit keinen Erfolg.
Magnetfischer finden Waffe in der Damse Vaart: Link zu den Killern von Brabant?
Als die Magnetfischer am Wochenende eine rostige MP aus der Damse Vaart hoben, nahmen sie unmittelbar Kontakt zur lokalen Polizeizone Damme/Knokke-Heist auf. Diese meldete den Fund sofort der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel. Möglicherweise liegt hier ein Link zu den Ermittlungen im Fall der Killerbande von Brabant vor.
Kurz vor dem Jahresende hatten Taucher und andere Ermittler aus dieser SOKO noch an anderer Stelle nach dieser Uzi gesucht (siehe nebenstehenden Beitrag), denn ein späterer Besitzer dieser Waffe soll diese in diesen Kanal geworfen haben, als er herausfand, dass diese ihn verdächtig machen könnte. Allerdings müssen die Ermittler noch herausfinden, ob es sich bei der Waffe, die die Magnetfischer bei der Ausübung ihres Hobbys fanden, tatsächlich um die fragliche MP handeln könnte.
Noch hält es die Staatsanwaltschaft für zu früh, zu sagen, dass dies die ominöse Uzi der Killer von Brabant sei. Allerdings könnte dieser Fund, wenn sich eine Verbindung bestätigt, für einen Durchbruch in den Ermittlungen sorgen.
Die Killerbande von Brabant
Die Killer von Brabant säten in den Jahren 1982, 1983 und 1985 mit einer ganzen Reihe von schweren gewalttätigen Einbrüchen, Überfällen auf u.a. Supermärkte (meist Delhaize-Märkte) und Morden Terror über das ganze Land. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben und 40 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bis heute ist dieser Fall nicht aufgeklärt. Es gibt weder klare Hinweise auf die Täter an sich, noch auf eventuelle Hintermänner.
Zwar sollen inzwischen verstorbene Personen behauptet haben, sie seien Teil der Bande gewesen, darunter auch ein Ex-Polizist, doch dies konnten dahingehende Ermittlungen niemals bestätigen oder belegen. Inzwischen drängt die Zeit, denn die Akte verjährt in wenigen Jahren. Deshalb wird das gesamte Dossier noch einmal komplett durchleuchtet, um z.B. auch bisher wenig beachtete Spuren zu untersuchen und um neue Ermittlungstechniken anwenden zu könne, wie z.B. DNA-Untersuchungen.

