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Inland
Justiz

Suchaktion nach Waffen der Killerbande von Brabant in der Damse Vaart

Taucher des belgischen Zivilschutzes und Ermittler der Kriminalpolizei suchten am Mittwochmorgen in der Damse Vaart in Westflandern nach einer Waffe, die möglicherweise in Zusammenhang mit den Morden und den Überfällen der Killerbande von Brabant in den 1980er Jahren steht. Bei der Waffe soll es sich um eine Maschinenpistole vom Typ „Uzi“ handeln.

Andreas Kockartz
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Den Ermittlungen zufolge soll ein späterer Besitzer dieser „Uzi“ diese Waffe in den Kanal Damse Vaart (zwischen Brügge und dem niederländischen Sluis) geworfen haben.

Diese Waffe soll schon vor einigen Jahren zusammen mit einigen Nachladern in den Kanal geworfen worden sein. Der damalige Käufer hatte vernommen, dass es sich dabei möglicherweise um eine Maschinenpistole der Killer von Brabant handele und er wollte damit nichts zu tun haben. Jahre später wurde diese Geschichte der Justiz zugetragen, die diese neue Spur jetzt untersucht.

Die Suche nach der „Uzi“ wurde im Laufe des Vormittags gegenüber VRT NWS von Eric Van Dyuse, dem Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel, bestätigt: „Wir versuchen, allen Spuren nachzugehen, um die Fälle doch noch lösen zu können.“ Offenbar soll diese Waffe ballistischen Untersuchungen unterzogen werden. 

Am Nachmittag wurde die Suche vorerst ergebnislos abgebrochen, denn Schlamm und Schlick ließen die Sicht der Taucher immer schlechter werden und auch die Metalldetektoren funktionierten hier nicht besonders gut, so ein Polizeisprecher. Wann die Suche nach der Waffe hier fortgesetzt wird, ist noch unklar. 

Die Killerbande von Brabant

Die Killer von Brabant säten in den Jahren 1982, 1983 und 1985 mit einer ganzen Reihe von schweren gewalttätigen Einbrüchen, Überfällen auf u.a. Supermärkte (meist Delhaize-Märkte) und Morden Terror über das ganze Land. Dabei kamen 28 Menschen ums Leben und 40 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Bis heute ist dieser Fall nicht aufgeklärt. Es gibt weder klare Hinweise auf die Täter an sich, noch auf eventuelle Hintermänner.

Zwar sollen inzwischen verstorbene Personen behauptet haben, sie seien Teil der Bande gewesen, darunter auch ein Ex-Polizist, doch dies konnten dahingehende Ermittlungen niemals bestätigen oder belegen. Inzwischen drängt die Zeit, denn die Akte verjährt in wenigen Jahren. Deshalb wird das gesamte Dossier noch einmal komplett durchleuchtet, um z.B. auch bisher wenig beachtete Spuren zu untersuchen und um neue Ermittlungstechniken anwenden zu könne, wie z.B. DNA-Untersuchungen.

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