Die Abwässer aus Flugzeugen aus China werden auf neue Varianten des Corona-Virus untersucht. Außerdem werden Personen, die in den letzten sieben Tagen in China waren und Symptome aufweisen, getestet. Das hat der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (flämische Sozialdemokraten, Vooruit) auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Maßnahmen wurden am Montagnachmittag auf einer Zusammenkunft der belgischen Gesundheitsexperten getroffen.
Corona-Welle in China: Belgien will Abwässer von Flügen aus China und Reisende mit Symptomen testen
Die Corona-Experten wollen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, nachdem die Infektionen in China stark zunehmen und die Chinesen bald wieder frei reisen dürfen.
"Was heute in China geschieht, ist zweifelsohne sehr dramatisch", begann Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke seine Pressekonferenz. "Ein Gesundheitssystem, das knarzt, viele Menschen, die trotzdem schwer krank werden, Menschen, die sterben. Ich denke, das sollte uns ein besonderes Anliegen sein. Vor allem aus Solidarität mit China.”
"Die nächste Frage ist natürlich: Was bedeutet das für uns?", brachte Vandenbroucke das Thema auf den Punkt: "Zunächst einmal werden wir am Brüsseler Flughafen die Abwässer aus den Flugzeugen aus China auf Viren untersuchen. Damit können wir auch feststellen, ob es besorgniserregende Varianten gibt. (…) Wir sind der Meinung, dass alle europäischen Länder dies tun sollten."
Keine Tests am Flughafen
In den letzten Tagen haben unter anderem Spanien, das Vereinigte Königreich und Frankreich bereits strengere Regeln für Reisende aus China angekündigt. Chinesische Touristen sind dort ohne einen negativen Corona-Test nicht mehr willkommen.
In Belgien müssen die aus China Einreisenden nicht getestet werden, ausgenommen diejenigen, die sich krank fühlen. "Wir haben vor nicht allzu langer Zeit gesagt, dass wir lieber sparsam mit den Tests umgehen, denn Tests kosten eine Menge Geld", verteidigt Vandenbroucke diese Entscheidung.
"Wir werden unsere Gesundheitsdienstleister und Apotheker fragen, einen Test von einer Person mit Symptomen, die sich in den letzten sieben Tagen in China aufgehalten hat, immer an ein Labor zu schicken, um dort tatsächlich nach möglichen besorgniserregenden Varianten des Virus zu suchen."

